„UX Designer im SAP-Umfeld? Brauchen wir nicht, wir haben doch eine funktionierende Lösung.“

Dieser Satz fällt in SAP-Projekten erschreckend oft – vor allem dann, wenn das Budget knapp oder der Zeitplan straff ist. UX Designer sind häufig die Ersten, die gestrichen werden, weil sie als „nice to have“ statt als essenziell angesehen werden.

Die Realität sieht anders aus:
Ohne UX Design sind SAP-Anwendungen oft kompliziert, ineffizient und unübersichtlich. Das kostet Unternehmen langfristig mehr Geld durch schlechte Produktivität, hohe Schulungsaufwände und unzufriedene Mitarbeiter.

In diesem Artikel erfährst du, warum ein UX Designer unverzichtbar ist, was ihn ausmacht und warum Mockups eine so wichtige Rolle spielen.

Der Albtraum einer ineffizienten SAP-App – Ein Szenario aus der Praxis

SAP-Projektteams stehen oft unter enormem Druck. Das Budget ist eng, der Go-Live-Termin rückt näher, und irgendjemand ruft immer: „Wir müssen schneller werden!“

Ein internationaler Konzern entschließt sich, eine SAP-Anwendung für die Zeiterfassung seiner 10.000 Mitarbeiter zu entwickeln. Die Anforderungen werden in langen Excel-Listen erfasst, von der IT-Abteilung formalisiert und schließlich an die Entwickler übergeben. Sechs Monate später steht die erste Version der App bereit.

Dann folgt die Testphase mit echten Anwendern. Das Feedback ist verheerend:

  • „Wieso muss ich zehn Felder ausfüllen, um meine Überstunden einzutragen?“
  • „Ich klicke mich hier ewig durch – kann das nicht einfacher gehen?“
  • „Warum sieht das Interface aus wie aus den 90ern?“

Die Anwendung ist technisch korrekt – aber praktisch unbrauchbar. Statt Zeit zu sparen, sorgt die neue Lösung für Frust. Die Mitarbeiter beginnen, sich alternative Wege zu suchen, zum Beispiel durch das Führen von Excel-Listen, um die ungeliebte Anwendung zu umgehen. Das Projektteam steht vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder die App erneut überarbeiten – mit erheblichen Mehrkosten – oder die Nutzer zu umfangreichen Schulungen zwingen.

Ohne einen UX Designer wurden entscheidende Fragen nicht gestellt: Welche Funktionen werden wirklich gebraucht? Wie kann der Prozess optimiert werden? Wie lassen sich unnötige Klicks vermeiden? Die Realität zeigt, dass eine fehlende UX-Perspektive langfristig teurer ist als die frühzeitige Einbindung eines UX Designers.

Song: „Boulevard of Broken Dreams“ – Green Day
Warum? Weil viele SAP-Nutzer mit schlechten Oberflächen allein gelassen werden – auf einem einsamen Weg der Frustration.

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UX Design im SAP-Umfeld: Warum es mehr als nur Optik ist

Viele Entscheider denken: „UX? Das sind doch nur Farben und Buttons.“

Diese Annahme führt in SAP-Projekten regelmäßig zu schlechten Nutzererfahrungen. UX Design bedeutet weit mehr als eine ansprechende Oberfläche. Es geht um Benutzerfreundlichkeit, Effizienz und eine optimierte Arbeitsweise.

Ein Beispiel aus dem Einkauf: Ein Unternehmen benötigt eine SAP-App, um Bestellungen einfacher zu verwalten.

  • Ohne UX Design: Die Einkäufer müssen sich durch lange Tabellen und komplizierte Formulare klicken, um eine Bestellung zu erstellen. Wichtige Informationen sind auf mehrere Bildschirme verteilt, und es gibt keine klare Nutzerführung.
  • Mit UX Design: Die App zeigt nur die relevanten Informationen an, schlägt basierend auf früheren Bestellungen Produkte vor und reduziert den Bestellprozess von zehn Klicks auf drei.

Gute UX spart Zeit, reduziert Fehler und steigert die Akzeptanz von SAP-Anwendungen. Die Benutzerführung sollte so intuitiv sein, dass sich Schulungen auf ein Minimum beschränken.

Song: „More Than Words“ – Extreme

Die SAP Fiori Design Guidelines: Der Schlüssel zu einer besseren Nutzererfahrung

„Warum brauchen wir UX Designer? Wir haben doch die SAP Fiori Guidelines!“

Diese Denkweise ist gefährlich. Die SAP Fiori Design Guidelines sind ein mächtiges Werkzeug, aber sie ersetzen keine UX-Expertise.

Viele Projekte setzen auf Fiori, indem sie die Standardbausteine einfach übernehmen. Doch die Guidelines sind nur ein Rahmenwerk – sie definieren keine optimalen Workflows oder Business-spezifische Anforderungen. Ein erfahrener UX Designer nutzt sie gezielt, passt sie aber an den realen Use Case an.

Ein gutes Beispiel ist der Genehmigungsprozess in Fiori:

  • Ohne Anpassungen kann dieser Prozess mehrere Klicks und Seitenwechsel erfordern.
  • Ein UX Designer würde prüfen, welche Informationen wirklich notwendig sind und den Genehmigungsprozess auf einer einzigen Seite optimieren.

Song: „With a Little Help from My Friends“ – The Beatles

Warum der UX Designer schon in der Planungsphase an Bord sein muss

Viele SAP-Projekte starten ohne UX Designer. Erst wenn die ersten Nutzer-Tests negativ ausfallen, heißt es: „Können wir die Oberfläche noch mal verbessern?“

Doch dann ist es zu spät. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits viel Zeit und Geld in eine Architektur investiert, die möglicherweise nicht optimal ist. Änderungen sind aufwendig und teuer. UX-Probleme werden dann oft nur halbherzig gelöst, indem zusätzliche Buttons oder Workarounds eingeführt werden, anstatt das Grundproblem anzugehen.

Ein UX Designer sollte von Anfang an dabei sein, um:

  • Nutzerinterviews zu führen, um die wirklichen Bedürfnisse der Endanwender zu verstehen.
  • Prozesse zu analysieren und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
  • Wireframes und Prototypen zu entwickeln, damit frühzeitig geprüft werden kann, ob die geplante Lösung nutzerfreundlich ist.
  • Die technische Machbarkeit mit den Entwicklern abzustimmen, sodass frühzeitig geklärt wird, welche Lösungen umsetzbar sind.

Ein UX Designer ist somit nicht nur für die Optik zuständig, sondern sorgt dafür, dass die gesamte Benutzerführung durchdacht ist. Unternehmen, die UX von Anfang an einplanen, vermeiden teure Change Requests nach dem Go-Live und erhöhen die Akzeptanz der Software enorm.

Song: „Don’t Start Now“ – Dua Lipa

Was macht einen guten UX Designer im SAP-Umfeld aus?

Ein guter UX Designer im SAP-Umfeld unterscheidet sich deutlich von einem klassischen Web- oder App-Designer. Er braucht nicht nur kreatives Talent, sondern auch technisches und betriebswirtschaftliches Verständnis.

Ein UX Designer im SAP-Umfeld sollte folgende Fähigkeiten mitbringen:

  • SAP-Know-how: SAP-Systeme folgen eigenen Designprinzipien und Prozessen. Ein UX Designer muss sich mit SAP-Standards wie Fiori, UI5 oder Web Dynpro auskennen, um sinnvolle Lösungen zu entwerfen.
  • Verständnis für Geschäftsprozesse: In SAP-Anwendungen geht es oft um komplexe Unternehmensprozesse. Ein UX Designer muss verstehen, wie Buchhaltung, Logistik oder Personalmanagement funktionieren, um effektive Lösungen zu entwickeln.
  • Technisches Wissen: UX Design in SAP-Projekten erfordert Kenntnisse über ABAP, OData-Services und Backend-Integration. Ein UX Designer muss mit Entwicklern auf Augenhöhe sprechen können.
  • Kommunikationsstärke: Ein UX Designer ist die Schnittstelle zwischen Nutzern, Entwicklern und Fachabteilungen. Er muss Anforderungen verstehen, vermitteln und durchsetzen können.
  • Analytische Fähigkeiten: UX basiert auf Daten. Ein guter UX Designer nutzt Heatmaps, A/B-Tests und User-Feedback, um Designentscheidungen zu optimieren.

Ein guter UX Designer sorgt nicht nur für eine schöne Oberfläche, sondern für echte Mehrwerte durch nutzerzentrierte Lösungen.

Song: „The Scientist“ – Coldplay

Warum sind Mockups so wichtig?

Mockups sind kein Spielzeug – sie sind essenziell für SAP-Projekte. In vielen Unternehmen werden jedoch immer noch Anforderungen in textlichen Dokumenten definiert, die dann direkt in die Entwicklung gehen. Das Problem: Die Entwickler interpretieren die Anforderungen auf ihre Weise, was häufig zu Missverständnissen führt.

Ein Mockup schafft Klarheit, bevor die eigentliche Entwicklung beginnt. Es hilft, eine visuelle Vorstellung der Anwendung zu bekommen und frühzeitig Schwachstellen zu erkennen.

Mockups haben folgende Vorteile:

  • Schnelle Visualisierung von Ideen: Statt lange über Konzepte zu reden, können Mockups sofort zeigen, wie die Anwendung aussehen soll.
  • Frühzeitige Fehlervermeidung: Probleme im Workflow oder Layout werden erkannt, bevor Code geschrieben wird.
  • Einfaches Nutzerfeedback: Mockups lassen sich in Tests mit echten Anwendern prüfen, sodass wertvolle Verbesserungen einfließen können.
  • Effizienzsteigerung: Entwickler bekommen eine klare Vorgabe, was umgesetzt werden soll, was Missverständnisse reduziert.

Mockups können von einfachen Skizzen bis zu interaktiven Prototypen reichen. Tools wie Figma, Adobe XD oder SAP Build helfen, SAP-Anwendungen visuell darzustellen, bevor sie entwickelt werden.

Song: „Picture This“ – Blondie

Ein Praxisbeispiel: Vom Frust zur Freude – eine Transformation mit UX Design

Ein Unternehmen führte eine neue SAP-Personal-App für Urlaubsanträge ein. Doch die Mitarbeiter waren frustriert:

  • Die Anwendung erforderte fünf verschiedene Klicks, um einen einfachen Urlaubsantrag zu stellen.
  • Fehlende Transparenz führte dazu, dass Mitarbeiter nicht wussten, ob ihr Antrag bereits genehmigt wurde.
  • Die Personalabteilung erhielt täglich Anrufe, weil die Mitarbeiter Probleme mit der Nutzung hatten.

Ein UX Designer analysierte die Probleme und überarbeitete die Anwendung:

  • Reduktion der Schritte: Statt fünf Klicks wurde der Antrag mit zwei Klicks möglich.
  • Echtzeit-Statusanzeigen: Mitarbeiter konnten sofort sehen, ob ihr Antrag in Bearbeitung oder genehmigt war.
  • Verbesserte mobile Nutzung: Die App wurde für Smartphones optimiert, sodass Anträge auch von unterwegs gestellt werden konnten.

Nach dem Relaunch der App stieg die Nutzerzufriedenheit um 80 Prozent, und die Personalabteilung erhielt kaum noch Rückfragen.

Song: „Fix You“ – Coldplay

Fazit: UX Design als Gamechanger in SAP-Projekten

UX Design ist kein Luxus, sondern essenziell für effiziente SAP-Projekte. Unternehmen, die UX von Anfang an berücksichtigen, sparen langfristig Zeit, Geld und vermeiden Frustration bei den Nutzern.

Ein guter UX Designer sorgt dafür, dass SAP-Anwendungen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch einfach und angenehm zu bedienen sind. Mockups, frühzeitige Nutzerbefragungen und ein tiefes Verständnis für SAP-Prozesse sind dabei die Schlüsselfaktoren.

UX Design sollte in keinem größeren SAP-Projekt fehlen – denn eine benutzerfreundliche Oberfläche ist der Schlüssel zu einer produktiven Anwendung.

Song: „Smooth“ – Santana feat. Rob Thomas

Wie die CloudDNA Unternehmen unterstützt

Bei CloudDNA wissen wir, dass eine herausragende Benutzererfahrung in SAP-Projekten kein Zufall ist – sie muss gezielt geplant, gestaltet und umgesetzt werden. Deshalb haben wir ein Team aus erfahrenen UX-Experten, Designern und Beratern, die Unternehmen dabei helfen, ihre SAP-Anwendungen benutzerfreundlich, effizient und modern zu gestalten.

Unsere Experten begleiten SAP-Projekte von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Go-Live. Wir unterstützen dabei, Mockups und Prototypen zu entwickeln, um frühzeitig nutzerzentrierte Lösungen zu testen. Zudem helfen wir bei der Optimierung bestehender Anwendungen, indem wir Workflows vereinfachen, Prozesse effizienter gestalten und die SAP Fiori Design Guidelines bestmöglich einsetzen.

Neben unserer Beratungstätigkeit bieten wir umfangreiche Ressourcen, um Know-how im Bereich UX Design und SAP-Entwicklung aufzubauen. In unseren Büchern, Blogbeiträgen und unserem YouTube-Kanal teilen wir wertvolle Best Practices, tiefgehende Tutorials und praxisnahe Anleitungen für SAP-Entwickler und UX-Designer.

Wenn dein Unternehmen eine SAP-Anwendung optimieren oder ein neues, nutzerfreundliches UX-Design entwickeln möchte, sind wir der richtige Partner. Unsere UX-Experten, Designer und Berater sorgen dafür, dass SAP-Anwendungen nicht nur technisch einwandfrei, sondern auch intuitiv und effizient zu bedienen sind.

Sprich uns an und erfahre, wie wir deine SAP-Anwendungen auf das nächste Level bringen können.