SAP Training in Österreich und Deutschland

SAP Training in Österreich und Deutschland

SAP® TRAININGS der CloudDNA sind im offiziellen SAP Schulungskatalog zu finden!

Als die Anfrage kam, ob das Team der CloudDNA auch ein SAP Training über SAP Fiori, SAPUI5, SAP Cloud Platform Security und SAP Cloud Platform Integration entwickeln will, haben wir uns für sie schnellmöglich an die Ausarbeitung der Kursinhalte gemacht. Wir  haben die Anforderungen aus allen Projekten der letzten Jahren zusammengetragen, mit Kunden gesprochen und ihre Anforderungen erhoben. Ausserdem haben wir für Sie auf das Feedback in Trainings, Schulungen und Lehrgängen gehört. SAPUI5, SAP Fiori, SAP Cloud Integration und SAP Cloud Security waren dabei die wichtigsten Themen. Daraus haben wir praxisrelevante Trainings entwickelt. Unser Motto lautet „Von Experten für Experten“.  Wir haben mit unseren Trainings auch die SAP überzeugt und es damit geschafft in den offiziellen SAP Schulungskatalog aufgenommen zu werden. Die Trainings werden organisatorisch und kommerziell von SAP abgewickelt. Unser Anspruch an uns selbst lautet mit „Top Experten und aktuellen Themen“ Kunden überzeugen. Wir stellen die Trainer und aktualisieren laufend unsere Trainings. Unsere Trainer gehören zu den weltweit am besten bewerteten. Vor und nach jedem Training werden die Unterlagen aktualisiert. Unser Kurse finden in Österreich und Deutschland statt sowie aus dem online LIVE Classroom. Folgende Kurse sind für sie  daraus entstanden:

Wie buche ich mein  SAP® Training? 📘

Wenn Sie nun den einen Kurs buchen wollen, gehen Sie auf diese SAP Homepage https://training.sap.com/ wählen Österreich und Deutschland aus um die gesamte Auswahl an buchbaren Kursen zu sehen.   Es wurden typischerweise kurze SAP Kurstitel entwickelt: Für  den SAP® UI5 Kurs tippen sie HOUI5, um auf das  SAP® FIORI Training zu gelangen tippen sie HOFIO ein. Ausserdem haben wir in unseren SAP® Trainings noch die SAP® Cloud Platform Security mit dem Kürzel WCEPS im Sortiment, interessiert Sie das Thema SAP Cloud Platform Integration so tippen WDEI1 ein. Wenn Ihre Kursorte erscheinen können Sie auch über den online Live Classroom mit dabei sein. Wir haben hier für sie alle momentanen Kurse und Trainings zusammengefasst. Unser CloudDNA Team freut sich wenn Sie mit dabei sind  und macht Sie fit für ihr SAP Business.

2021 SAP® Training HOUI5

*23 Aug 2021 – 27 Aug 2021

Hands-on Foundation zur Entwicklung von SAPUI5 Applikationen

Unser Kursinhalt:

  • Um die Prinzipien von SAPUI5 zu verstehen,  erklären wir es Ihnen an einigen durchgängigen Beispiel aus der Praxis für die Praxis.
  • Sie lernen das Implementieren von SAPUI5 Applikationen.
  • Trotz der Komplexitiät von SapUI5, werden sie nach dem Kurs die Konzepte und Umsetzung von komplexen SAPUI5 Applikationen verstehen. Wir bieten 90% Hands on Training für Sie!
  • Wie können sie effizient und zielgerichtet mit der offiziellen SAPUI5 Dokumentation arbeiten?

2021 SAP® Training HOFIO

*27 September 2021 – 1 Oktober 2021

Hands-on Deep Dive zur Entwicklung von SAP Fiori Oberflächen

Unser Kursinhalt:

  • Sie möchten die Prinzipien von SAP Fiori verstehen? Wir erklären es Ihnen an einem durchgängigen Beispiel, aus der Praxis für die Praxis.
  • Nach dem Kurs können Sie SAP Fiori Oberflächen implementieren.
  • Das Verstehen und praxisnahes Anwenden der fortgeschrittenen SAP Fiori Konzepte. Wir bieten Ihnen  90% Hands-on Training
  • Sie lernen effizientes und zielgerichtetes Arbeiten, um mit der SAPUI5 Dokumentation unter Berücksichtigung der SAP Fiori Design Guidelines richtig werken zu können

2021 SAP® Training WDEI1
*30. Aug. 2021 – 3. Sept 2021

SAP Cloud Platform Integration – Eine praxisnahe Einführung in Entwicklung und Architektur

Unser Kursinhalt:

  • Wir betrachten die praxisnahen Aspekte in Cloud Integration Projekten um sie zu verstehen.
  • Unsere Inhalte sind gekennzeichnet durch hohe praktische Erfahrungen. Wie bieten für Sie auch hier ein Hands- on Training
  • Ausserdem gehört SOAP, HTTPS, REST, OData, SFTP, Mail, XI, ABAP Proxy, ESR, SAP PO natürlich auch dazu.

 2021 SAP® Training WDECPS

*23.August bis 27.August 2021

SAP® Cloud Platform Security Eine ganzheitliche Betrachtung

Unser Kursinhalt:

  • Wir betrachten gemeinsam die SAP Cloud Platform Security, nach dem Kurs werden sie alle technischen Grundlagen die wichtig sind verstehen
  • Sie werden die aktuellsten Szenarien, sowohl im Neo als auch Cloud Foundry Stack verstehen.
  • Unsere Inhalte sind für sie gekennzeichnet  und durch hohe praxisrelevante Erfahrungen besonders interessant . Wir bieten auch hier ein Hands-on Training

    F&A

    Welches SAP Fiori Training ist momentan zu buchen?

    Im Moment bieten wir Hands-on Deep Dive zur Entwicklung von SAP Fiori Oberflächen- Kurstitel HOFIO an, ausserdem Hands-on Foundation zur Entwicklung von SAPUI5 Applikationen- Kurstitel HOUI5

    Welches SAP Cloud Platform Training bietet Ihr zur Zeit an?

    SAP Cloud Platform Integration – Eine praxisnahe Einführung in Entwicklung und Architektur- Kurstitel WDEI1 ausserdem Cloud Platform Security – Eine ganzheitliche Betrachtung-Kurstitel WDECPS

    Welche Vorteile bieten SAP Trainings vom Team der CloudDNA

    Wir bieten 90% Hands on Training von Experten für Experten, aus der Praxis für die Praxis. Unsere Trainer haben selbst die kompletten Trainings ausgearbeitet und können somit alle Fragen mit Präzision beantworten

    Wir freuen uns auf die kommenden Kurse und Trainings im Sommer und Winter 2021

    Möchten Sie mehr über unsere Consulting Packages erfahren : SAP Cloud Connector Setup, SAP CPI OnBoarding, SAP Fiori Quickstart, klicken sie bitte auf den Button:

    Folgen Sie unserem Youtube Channel um keine Neuigkeiten zu verpassen. Wir veröffentlich in regelmässigen Intervallen Videos zur SAP Cloud Platform.

    SAP Trainer Zertifikat 2021 Training Kurs Consultant Clouddna beratung Deutschland Österreich und Schweiz WDECPS WDEI1 HOFIO HOUI5 Fiori Cloud platform Plattform Security Trainer

    CloudDNA Expert Talks zum SAP Cloud Connector

    Sehen Sie sich auch unsere anderen Expert Talks zum SAP Cloud Connector an:

    Grundlagen des SAP Cloud Connector

    Verlieren Sie keine Zeit - kontaktieren Sie uns jetzt

    Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Mit Fragen zum SAP Cloud Connector, zur SAP BTP, zur SAP Cloud Platform, zur SAP CPI, zur SAP Integration Suite und anderen innovativen Themen sind Sie bei uns genau an der richtigen Adresse!

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    SAPUI5 Custom Controls – Teil 2

    SAPUI5 Custom Controls – Teil 2

    Der Weg zum eigenen Control

    Da wir nun im letzten Teil alles über den generellen Aufbau eines SAPUI5 Custom Controls gelernt haben, möchten wir das ganze in der Praxis anwenden.

     

    Die Aufgabe

    Unsere Aufgabenstellung ist folgende:

    Wir möchten einen Weg finden, um eine Liste von Personen gemäß hypothetischen Firmen-Design-Guidelines darzustellen. Leider reicht das UI5 Framework für die angenommene Einschränkung nicht aus.

    Daher benötigen wir ein Custom Control. Genauer gesagt, benötigen wir folgende Komponenten:

    • PersonList – Darstellung unserer Liste
    • PersonListItem – Eine einzelne Zeile 
    • style.css – Custom Styling

    Optional können noch folgende Files angelegt werden:

    • PersonListRenderer – Zum ausgelagerten Rendern der Liste
    • PersonListItemRenderer – Zum ausgelagterten Rendern eines Items

    PersonListItem

    Wir arbeiten uns von unten nach oben. D.h. wir fangen mit unserem aggregierten Control an, welches eben das einzelne Listitem wäre.

    Ausgeben möchten wir Vorname, Nachname und das Alter der Person. Um noch ein Custom-CSS reinzubekommen, werden wir Personen mit einem Alter geringer als 18 anders formattieren.

    Erstellen wir zunächst ein neues UI5 Projekt und legen die Files für die Custom-Controls an.

    Anschließend definieren wir ein Template für das PersonListItem:

    Wir wissen, dass wir mit sap.ui.define ein neues Modul anlegen, das zur Laufzeit dynamisch von unserem UI5 Framework geladen wird. Und genau so definieren wir eben auch ein Custom Control. Dieses inkludiert das sap.ui.core.Control, welches wir per .extend erweitern und zurückliefern.

    Unsere PersonListItem soll 3 verschiedene Personaleigenschaften ausgeben. Daher brauchen wir 3 Properties (Vorname, Nachname, Alter).

    Aggregations soll unser PersonListItem nicht haben, denn wir möchten das PersonListItem selbst als zu aggregierendes Control verwenden.

    Properties anlegen

    Wir benötigen 3 Properties:

    • firstName: string
    • lastName: string
    • age: int

    Auf die Properties kann per get<PropertyName>() zugegriffen werden.

     

    Events anlegen

    Wir möchten, dass bei einem Click auf das PersonListItem ein Event ausgeführt wird. Dieses liefert eine Hallo-Message zurück.

    • sayHello
      • parameter: message(string)

    Anschließend definieren wir eine Eventhandler für das HTML-onclick-Event. Falls dieses auftritt, triggern wir das sayHello-Event und liefern eine Message bestehend aus Name und „says hello“ per message-Parameter zurück.

     

    CSS Styling

    Wir möchten unsere 3 Properties per HTML-ul-Element anzeigen. Da ist jedoch das Problem, dass die Liste standartmäßig untereinander ihre Items anordnet. Um das zu umgehen, sagen wir per CSS-Klasssenselektor, das alle li-Elemente unter der Klasse die CSS-Property display mit dem Wert inline bekommen.

    Und zusätzlich definieren wir noch ein padding von 10 Pixel und die Schriftfarbe black;

     

    Renderer

    Der Renderer ist das Herzstück unseres Controls. Hier wird definiert, was wann und wie in das DOM eingtragen werden soll.

    Die wichtigsten Renderer-Funktionen sind dem letzten Blog-Teil zu entnehmen.

    Wir möchten unser Control als div-Element und einer ul ausgeben. Zusätzlich möchten wir noch das Alter dementsprechend farblich hervorheben, basierend auf dem Kriterium, dass das Alter > 18 ist.

    1: div ausgeben

    Zu aller erst erstellen wir per openStart ein öffnendes div-Tag. Dieses div-Tag wird per writeControlData die Control-Referenz geschrieben und anschließend fügen wir noch unsere CSS-Klasse hinzu. Dann wird das öffnende div-Tag mit > geschlossen.

    2: Liste aufbauen

    Wir erstellen eine neue unordered-list. Als erstes List-Item geben wir den Vornamen der Person aus und dann den Nachnamen.

    3: Alter ausgeben

    Je nach dem ob die Person ein Alter > 18 hat, erstellen wir ein List-Item mit dem Style colorred oder color: green.

    4: Alles schließen

    Zu letzt schließen wir die Liste und abschließend das div-Tag.

     

    Somit ist unser PersonListItem komplett. Im nächsten Schritt werden wir nun die PersonList definieren und unser PersonListItem aggregieren.

    PersonList

     Die PersonList soll einen Titel bekommen und unsere Personen per PersonListItem anzeigen.

    Hierfür benötigen wir Properties und Aggregations.

    Metadata definieren

    Wir benötigen folgende Property für unseren Titel:

    • title (string) – default: Persons

    Zusätzlich möchten wir noch PersonListItems aggregieren:

    • items (PersonListItem) – multiple: true

    CSS Styling

    per list-style: none sagen wir, dass unsere Personenliste keine Aufzählungszeichen haben sollte.

    Dann selektieren wir alle Items mit einem ungeraden Index und färben diese grau ein.

    Zusätzlich geben wir noch ein seitliches margin von 15 Pixel.

    Renderer definieren

    In unserem Renderer wollen wir den Titel der Personenliste und aggregiert die PersonListItems ausgeben.

    1: div öffnen

    Gleich wie beim PersonListItem öffnen wir einen div-Container und vergeben CSS-Klasse und Control-Data.

    2: Titel ausgeben

    Der Titel wird innerhalb eines h2-Tags ausgebeben.

    3: Items-Aggregation rendern

    Per getAggregation(„items“) können wir uns den Inhalt der Items-Aggregation in einem Array speichern. Dieses Array laufen wir durch und erstellen für jeden Eintrag ein neues li-Tag mit der myPersonListItemSelector-Klasse. Dieses bekommt ihren Inhalt per renderControl()-Funktion, welche die render-Methode des übergebenen Controls aufruft. In unserem Fall ist das das PersonListItem.

    4: alles schließen

     Abschließend fügen wir noch die schließenden ul- und div-Tags hinzu.

    Jetzt sind unsere Custom-Controls fertig und können in den Views verwendet werden.

    Controls verwenden

    Die beiden Custom Controls können nun in unserer View verwendet werden.

    1: Namespace einbinden

    Um Controls aus einem anderen Namensraum einzubinden, muss für diesen ein Alias angelegt werden. Wir verweisen hier auf unseren Folder, wo wir die Controls angelegt haben.

    2: PersonList einfügen

    Wir legen eine neue PersonList an. Dort vergeben wir die title-Property und legen eine items-Aggregation an.

    3: PersonListItems hinzufügen

    In der items-Aggregation legen wir nun mehrere PersonListItems an. Das würde natürlich auch über Aggregation-Binding in der PersonList per Model funktionieren.

    Wir legen aber z.B. 3 PersonListItems an und vergeben allen Properties Werte. Zusätzlich definieren wir eine Funktion für unser sayHello-Event.

    Dieses müssen wir dann noch im zugehörigen Controller ausprogrammieren.

    Also definieren wir eine neue Methode namens onSayHelloHandler, wo wir den Eventparameter message auslesen und per alert anzeigen.

    App ausführen

    Unsere App ist nun funktionsfähig und zeig unsere Custom-Controls richtig an.

    Wir sehen nun unseren Titel und 3 darunterliegende Personen, die farblich abwechselnd hinterlegt sind.

    Zusammenfassung

    In 2 Blogteilen haben wir nun alles Notwendige gelernt, um mit dem Entwickeln von eigenen Custom-Controls durchzustarte, falls die Anforderungen nicht durch das umfangreiche SAPUI5 Controls-Paket abgedeckt wird.

    Eine weitere Vorgehensweise könnte sein, meine eigenen Custom-Controls in eine UI5-Library/Git Repo zu packen und zu deployen. Dann kann ich diese in weiteren Applikationen verwenden und kann mir meine eigene, umfangreiche Library bauen.

    Nur sollte man nicht für jede Anforderung ein neues Control entwickeln oder ein bestehendes zu erweitern. Man sollte so gut und so weit wie möglich mit dem arbeiten, was einem das SAPUI5 Framework zur Verfügung stellt und sich so weit wie möglich in die Materie einarbeiten.

    Wer also gerne mehr bezüglich UI5 wissen möchte, kann sich gerne unseren zahlreichen Blogs bedienen.

    Die interessantesten für das Controls-Thema sind:

    Vielen Dank für das Lesen dieser Blogreihe und wenn Fragen auftreten, können sie gerne in den Kommentaren gestellt werden.

    Data Binding in SAPUI5

    Data Binding in SAPUI5

    Übersicht

    In diesem Blog werden wir uns mit Data Binding in SAP UI5, Open UI5 und Databinding in SAP Fiori Apps beschäftigen. Wir zeigen Ihnen wie einfach es klappt wenn Sie wissen was Sie tun.

    Die Inhalte werden bis ins kleinste Detail in unseren SAP Trainings behandelt. Diese Trainings laufen unter den Titeln HOUI5 und HOFIO und werden bei SAP offiziell im Schulungskatalog für Deutschland, Österreich und die Schweiz gelisteten.

    Inhalt

    In diesem Blog zeigen wir Ihnen folgende Themen: 

    • Grundlegendes zum Data Binding
    • Databinding Modi
      • One-Time-Binding
      • One-Way-Binding
      • Two-Way-Binding
    • Arten von Databindings
      • Property Binding
      • Aggregation Binding
      • Element Binding
    • Databinding Syntax
      • Binding Pfad
      • Composite Binding
      • Expression Binding
      • Metadata Binding

    Grundlegendes zum Data Binding in SAPUI5

    In SAPUI5 und OpenUI5 können Sie das Data Binding einsetzen, um Daten aus dem Model unter Verwendung von UI-Controls darzustellen. Das ermöglicht Ihnen auch das Aktualisieren und Editieren der Daten direkt im User Interface und dadurch verknüpfen Sie das User Interface mit dem Model.

    Hierfür benötigen Sie folgende zwei Dinge:

    • Ein Data Model (JSON, OData)
    • Eine Bindinginstanz

    Als Data Model verwenden Sie üblicherweise ein JSON- oder ein OData-Model. Das Modell hält die Daten vor und bietet Ihnen Methoden, um mit dem Server zu kommunizieren. Zusätzlich bietet es Ihnen Methoden, um Data Bindings programmatisch zu erstellen. Der Aufruf der Methode sorgt dafür, dass eine Binding Instanz für Sie erstellt wird. Die Instanz beinhaltet Informationen zum Binding sowie bestimmte Events. Ein spezieller Event wird getriggert, wenn sich die gebundenen Daten ändern.

    Data Binding Modi

    Durch die Enumeration „sap.ui.model.BindingMode“ werden Ihnen drei verschiedene Data Binding Modi bereitgestellt. Diese können unter Verwendung der Methode „.setDefaultBindingMode(bindingMode)“ allgemein auf ein Model angewendet werden. Optional können Sie es über das Property „oBindingInfo.mode“ auch auf einzelne Binding Instanzen angewenden.

    One-Time-Binding – sap.ui.model.BindingMode.OneTime

    Wird der BindingMode auf „OneTime“ gesetzt, werden die Daten einmalig vom Model gelesen und Sie können nicht manipuliert werden.

    One-Way-Binding – sap.ui.model.BindingMode.OneWay

    “OneWay”-Binding bedeutet, dass die Daten vom Model gelesen und an die View gebunden werden. Die Daten können in der View zwar manipuliert werden, jedoch werden die Änderungen nicht zurück ins Model übertragen. Dieser Binding Modus war für das JSON-Model lange Zeit das Standardverhalten.

    Two-Way-Binding – sap.ui.model.BindingMode.TwoWay

    Möchte Sie in der View Daten manipulieren und die Änderungen automatisch in das Model übernehmen, dann ist der Binding Mode „TwoWay“ genau das Richtige für Sie. Im Gegensatz zum One-Way-Binding werden Daten vom Model zur View und umgekehrt übertragen.

    Arten von Data Bindings in SAPUI5 und OpenUI5

    In SAPUI5 und OpenUI5 gibt es drei unterschiedliche Arten von Data Bindings. Diese werden im Folgenden näher ausführt. Im Data Binding müssen Sie immer einen Bindingpfad angeben. Dieser wird durch ‚{}‘ gekennzeichnet.

    Je nachdem, ob Sie das Default-Model oder ein Named-Model verwendet, unterscheidet sich dieser Pfad geringfügig. Bei der Verwendung eines Named-Models muss dem Namen der Property noch ein ‚modelName>‘ vorangestellt werden.

    Möchte man die Eigenschaft „FirstName“ auf die value-Eigenschaft eines Inputs binden (Property Binding), sieht das, bei der Verwendung eines Default-Models, wie folgt aus:

    Verwenden Sie hingegen ein Named-Model, muss der Eigenschaft der Modelname vorangestellt werden:

    Property Binding

    Verwenden Sie ein Property Binding, um beispielsweise Daten in einem Formular zu binden. Hierfür müssen Sie in der entsprechenden Eigenschaft (z.B.: text, value, …) einen Binding-Pfad angegeben.

    Am Propertynamen vorangestellten ‚/‘ erkenne Sie, dass es sich um einen absoluten Pfad handelt. Das bedeutet, das sich die Eigenschaft „FirstName“ auf der Root-Ebene des Default-Models befindet.

    Aggregation Binding

    Möchten Sie Listen auf ein UI-Control binden, kommt das Aggregation Binding zum Einsatz. Es wird meist in Listen und Tabellen verwendet. Dabei müssen Sie auch ein Template angegeben, welches für jedes Element in der Liste geklont wird. Innerhalb des Templates müssen Sierelative Pfade verwenden, da der Pfad des Aggregation Bindings bereits auf die entsprechende Liste verweist. Anstelle eines Templates haben Sie auch die Option eine Factory-Function anzugeben. Diese definiert, wie die einzelnen Einträge im User Interface dargestellt werden sollen.

    Default-Model

    Named-Model

    Element Binding

    Das Element Binding ermöglicht Ihnen das Binden einzelner Elemente einer Liste auf UI-Controls. Hierbei wird ein sogenannter Binding-Context erzeugt. Die Binding-Pfade müssen Sie immer relativ angeben.

    Dieses SAPUI5 Data Binding kommt überwiegend in Master-Detail Fiori Apps zum Einsatz.

    Das Element-Binding können Sie auf folgende Arten umgesetzen:

    • Aufruf der Methode bindElement im Controller
    • Verwenden einer Binding-Property des Controls

    Data Binding Syntax

    Mit einem Binding-Pfad können Sie ein UI-Control auf die Daten des Models binden. Durch das definieren eines Pfades, erstellen Sie einen Binding-Context.

    Composite Binding

    Wenn Sie einen Formatter verwendet, ist es häufig der Fall, dass mehrere Werte an den Formatter übergeben werden müssen. Diese Anforderung können Sie mit einem Composite-Binding umgesetzen. In der jeweiligen Eigenschaft (value, text, …) des UI-Control kann das parts-Array, eine Liste paths definieren.

    Expression Binding

    Mithilfe des Expression-Binding können Sie simple Prüfungen – z.B.: Vergleich von Werten – direkt in der View zur Laufzeit durchführen. Dadurch ersparen Sie sich das Implementieren von zusätzlichen Formatter-Funktionen im Controller.

    Sie können das Expression-Binding auf 2 Arten umgesetzen:

    • ‚{=expression}‘: Es wird ein One-Way-Binding verwendet. Sollten sich Werte im Model ändern, wird auch das Binding aktualisiert.
    • ‚{:=expression}‘: Es wird ein One-Time-Binding verwendet. Der Wert wird einmalig ermittelt und anschließend nicht mehr aktualisiert.

    Als expression können Sie beliebige Prüfungen implementieren. Dabei ist die Syntax ähnliche jener in Javascript, jedoch werden nicht alle JavaScript Expressions unterstützt. Innerhalb der Expression greifen Sie auf Modeldaten folgendermaßen zu: ‚${binding}‘ oder ‚%{binding}‘

    Eine Prüfung und entsprechende Anzeige verschiedener Werte sieht wie folgt aus:

    ${binding} VS %{binding}

    Verwenden Sie ‚${binding}‘ wird der Wert automatisch in den Typ der Eigenschaft des Controls konvertiert. Im Falle des Visible-Properties eines sap.m.Input Controls wäre dies der Typ ‚boolean‘. Nicht immer ist diese Konvertierung erwünscht, daher können Sie diese mit ‚%{binding}‘ umgehen. ‚%{binding}‘ ist eine Kurzform für ‚${path: ´binding´, targetType: ´any´}‘. Den targetType können Sie durch alle Typen, die sap.ui.model.odata.type bietet ersetzt werden.

    Metadata Binding

    Möchten Sie die Metadata-Eigenschaften wie sap:label, sap:createable, sap:updatable, … in der View abfragen, können Sie dies mit einem Metadata-Binding erreichen.

    Auch hier können Sie zwei Ansätze verwenden.

    Absolute Bindings

    Absolute Bindings sehen folgendermaßen aus:

    /#EntityName/PropertyName/@Attribut

    Relative Bindings

    Relative Bindings sehen so aus:

                /EntitySetName/PropertyName/#@Attribut

    Best-Practice Beispiel zum Data Binding in SAPUI5 mit OData-Model und Two-Way-Binding

    Abschließend noch ein kurzes Best-Practice Beispiel, in dem mithilfe eines OData-Models und Two-Way-Binding ein Update auf die Details eines Employees geschickt wird.

    Hier werden folgende Methoden verwendet:

    • hasPendingChanges: Zum Abfragen, ob es Änderungen gibt
    • submitChanges: Mit ‚Save‘ werden die Änderungen ans Backend geschickt
    • resetChanges: Mit ‚Discard‘ werden die Änderungen verworfen

    View:

    Controller:

    Git im SAP-Umfeld Teil 3 | Git Repository | Konflikte lösen

    Git im SAP-Umfeld Teil 3 | Git Repository | Konflikte lösen

    Git im SAP-Umfeld Teil 3 | Git Repository | Konflikte lösen

    Lernen Sie wie GIT Repositories angelegt und in der SAP WebIDE verwendet werden. Sehen Sie auch wie Konflikte gelöst werden können.

    In dieser Blogreihe werden wir uns mit dem Thema Git beschäftigen und damit, warum das Arbeiten mit Git oder mit einem ähnlichen Tool für Entwickler fast schon unumgänglich ist.

    Die folgenden Informationen werden auch, jedoch um einiges ausführlicher, in unseren offiziell bei der SAP im Schulungskatalog gelisteten Kursen HOUI5, HOFIO und WDECPS behandelt.

    Besuchen Sie unsere SAP Standard Trainings

    Wir haben mit dem HOUI5 und dem HOFIO zwei 5-Tage-Trainings auf höchstem Niveau erstellt! Lernen Sie von uns die professionelle SAPUI5 und SAP Fiori Entwicklung!

    Inhalt

    Auf folgende Themen werden wir in unserer Blogereihe eingehen:

    • Einführung in die Welt von Git
    • Begrifflichkeiten und die wichtigsten Funktionen
    • SAPUI5-Entwicklung mit Hilfe von Git
      • Exkurs: LDAP-Anbindung und Git-Server-Anbindung an die SAP Cloud Platform

    Zielsetzung

    Unser Ziel ist es, dass man nach unserer Blogreihe die unten stehende Grafik interpretieren und mit Git die SAPUI5-Entwicklung optimieren kann.

    Wichtig

    Seitdem GitHub die Namenskonventionen umgestellt hat, heißt der Strang, der automatisch angelegt wird, nicht mehr „master“ bzw. „origin/master“, sondern „main“ und „origin/main“. Da die SAP WebIDE diese Änderung noch nicht erkennt, muss man das entweder in der WebIDE mitgeben oder in GitHub übersteuern.

    Part 3 – Inhaltsverzeichnis

    1. Repository anlegen (GitHub und SCP)
    2. Git Pane in der WebIDE + die wichtigsten Funktionen
    3. Conflict Handling

    Über den Autor

    Daniel Krancz

    Daniel Krancz

    SAP-Consultant / Software-Developer

    Ich bin SAP-Berater und -Entwickler im SAPUI5/Fiori- und OData-Umfeld. Seit 2019 bin ich offiziell als externer Trainer bei SAP gelistet und halte Kurse (UX, S4, …) über SAP-Webentwicklungen und Cloud-Implementierungen im In- und Ausland. Seit 2021 bin ich SAP Press Autor beim Rheinwerk Verlag im Bereich SAP Mobile.

    Einen letzten Punkt haben wir noch in unserer dreiteiligen Blogreihe, nämlich die Verwendung von Git bei SAPUI5-Entwicklungen.

    SAPUI5-Entwicklung

    Ein jeder SAPUI5-Entwickler wird wahrscheinlich diesen Hinweis beim Importieren von bereits bestehenden SAPUI5-Apps aus dem ABAP-Repository schon mal gesehen haben:

    Auch wenn man sonst noch nie was von Git gehört hat, wird man spätestens an dieser Stelle merken, dass es fast unabdingbar mit Git die Sourcen zu verwalten.

    Aber wenn es um Git geht, stellt die SAP nicht nur diesen Hinweis zur Verfügung, sondern auch einen in die WebIDE integrierten Git Pane zur Verfügung.

    Wie lege ich ein Git Repository an?

    Für unser Beispiel werden wir zwei Git Repositories anlegen, nämlich einmal in GitHub und in der SAP Cloud Platform. Unser Beispielprojekt ist nachher nur mit dem GitHub Repository verknüpft. Im Lizenzmodell für die WebIDE sind auch die Git Repositories in der SAP Cloud Platform inkludiert.

    GitHub

    In GitHub können wir private Repositories anlegen, aber auch Repositories in Organisationen, in denen ich eingeladen worden bin.

    Man hat zurzeit zwei Varianten an Repositories:

    Public Repositories

    • für alle zugänglich, die den Link zur Repository haben
    • jeder kann clonen
    • Schreibrechte kann man einschränken (Push-Requests)

    Private Repositories

    • nur für Sie oder für die Organisation sichtbar (siehe Owner)
    • Innerhalb Ihrer Org. kann man eigene Teams verwalten, die je nach Rolle Lese- und Schreibrechte haben

    Zusätzlich sollte man noch einen README-File anlegen lassen, welche als Startseite für den Repository dient und dem User grundlegende Informationen vom Repo. anzeigen soll.

    Es besteht auch die Möglichkeit, bestimmte Files und Filetypen ignorieren und bekannte Lizenzmodelle hinzufügen zu lassen. (.gitignore)

    Nach dem Klick auf „Create repository“ wird man auch gleich in den Repository Browser geleitet:

    Auf alle einzelnen Möglichkeiten möchte ich hier nicht detailliert eingehen, weil diese Informationen eh schon überall im Internet zu finden sind.

    Kurz zusammengefasst:

    • man kann Lese- und Schreibrechte an bestimmte Personen und Teams vergeben
    • Commits und Pull-Requests verfolgen
    • Auswertungen ansehen
    • in den Einstellungen von Security bis Benachrichtigungen alles einstellen

    Was für uns in Zukunft jetzt wichtig ist, ist der Repository URL. Bei einem Clone müssen wir diese URL angeben, denn diese ist der Zeiger zu unserem Repository:

    https://github.com/clouddnagmbh/blogrepo

    SAP Cloud Platform

    Im Subaccount in der SCP (SAP Cloud Platform) hat man links im Menü die Möglichkeit Repositorys zu verwalten. Wenn Sie diesen Menüpunkt nicht sehen, dann fehlen Ihnen wahrscheinlich die nötigen Berechtigungen.

    Mit dem „New Repository“-Button können wir gleich einen Repository anlegen. Hier ist natürlich wichtig zu wissen, dass die Authentifizierung über die SCP erfolgt.

    Nachdem wir einen Namen und Beschreibung vergeben haben, können wir noch bestimmen, dass unser Repository mit einem initialen leeren Commit angelegt werden soll.

    Wenn wir die Details zu unserer Repository anschauen, dann können wir ein paar Informationen ablesen und direkt auch einige Funktionen ausführen.

    Es besteht die Möglichkeit, wieder den Namen zu editieren, unserem Repository nur Leserechte zu geben, den Garbage Collector zu starten, aber auch unser Repository direkt in die WebIDE clonen zu lassen.

    Zwei wichtige Links sieht man auch gleich, nämlich einen mit dem Zeiger auf unseren Repository (wichtig, wenn man clonen möchte) und einen für den Repository Browser (nichts anderes als ein Explorer).

    Was für uns in Zukunft jetzt wichtig ist, ist der Repository URL. Bei einem Clone müssen wir diese URL angeben, denn diese ist der Zeiger zu unserem Repository:

    https://git.eu2.hana.ondemand.com/<subaccount>/blogrepo

    Entwicklung

    In unserer WebIDE können wir an mehreren Stellen einen Git Repository clonen. Anbei eine Möglichkeit:

    Alle Varianten würden im Endeffekt zu diesem Wizard führen:

    Hier müssen wir unsere Repository URL einfügen. Zusätzlich könnte man eine Konfiguration für Gerrit, ein Review-System von Google, hinzufügen.

    Nach einer erfolgreichen Authentifizierung und Clone sehen wir die geclonte Applikation in unserem Workspace:

    Jedoch bringt uns das in unserem Fall noch nichts, weil unser Repository leer ist. Wir haben ja im zweiten Teil unserer Blogreihe gelernt, dass ein Entwickler der Erste sein muss, der quasi eine Rahmenapplikation deployed.

    Also lösche ich vorerst das geclonte Projekt, lege eine neue SAPUI5-App an und mit Rechtsklick auf das Projekt lege ich ein neues lokales Git Repository an:

    In einem Popup kann man den Benutzernamen und die Mailadresse hinterlegen, welche bei den Commits als Author eingetragen wird:

    Der Hinweis, dass das nicht mehr geändert werden kann, stimmt hier nicht ganz. Über Project -> Project Settings -> Git Repository kann das ganze geändert werden.

    Nach dem ich das lokale Git Repository angelegt habe, bekomme ich auch gleich die Information, dass ich einen Remote Repository anbinden soll:

    Das machen wir auch gleich und tragen unseren bereits erstellen Remote Repository ein:

    Da das Ganze im Grunde genommen nichts anderes ist, als das Zusammenführen von Local und Remote Repository, wird zuerst noch ein Fetch gemacht.

    Wir öffnen direkt den integrierten Git Pane:

    Wir können hier in einer grafischen Oberfläche verschiedene Funktionen ausführen:

    1. Wie wir im zweiten Teil unserer Blogreihe kennengelernt haben, könnte man hier auf die verschiedensten Funktionen (Fetch, Merge, Pull, …) zugreifen.
    2. Man sieht auf einem Blick um welchen Local Repository es sich handelt und man könnte neue Local Branches erstellen und zwischen diesen wechseln.
    3. Eine Liste der Änderungen seit dem letzten Commit.
    4. Alle Änderungen, die sich im Staging Area befinden, werden auch beim nächsten Commit mitgenommen. Also wenn ich Änderungen habe, die ich noch nicht veröffentlichen will, dann werde ich diese aus der Staging Area rausnehmen und somit beim nächsten Commit nicht mit den anderen teilen.
    5. Jeder Commit erfordert eine Beschreibung, wie zum Beispiel eine kurze Zusammenfassung meiner Änderungen.
    6. Die Möglichkeit für Commit und Push findet man ganz unten.

    Symbole in der WebIDE

    Initial Commit and Push

    Wir haben einen Rahmenprojekt angelegt und sind der erste, der das Projekt auf den Remote Repository pusht:

    Nach einem erfolgreichen Push-Request können wir die Sourcen am Repository Browser ansehen:

    Nehmen wir jetzt an, dass wir diese Applikation nicht erstellt haben. Dann müssten wir genau an dieser Stelle einen Clone in unsere WebIDE vollziehen:

    Bei einem Clone erhält unser Projekt in der WebIDE den Namen vom Remote Repository. Gleich daneben steht auch, auf welchem lokalen Branch wir gerade arbeiten:

    Wie erstelle ich einen Local Branch im Git?

    Im Git Pane haben wir die Möglichkeit zu unserem standardmäßig erstellen „master“ Branch weitere Local Branches zu erstellen.

    Man wählt die Quelle aus (kann auch ein Remote Branch sein) und benennt den zu erstellenden lokalen Branch (in unserem Fall „featureA“):

    Nach dem Erstellen befinden wir uns auch schon direkt in dem Feature Branch. Man kann mithilfe des Drop-Downs auch wieder wechseln.

    In unserem Feature Branch machen wir ein paar Änderungen, legen neue Views an und fügen ein Label in die View ein. Wir beschreiben die Änderungen dementsprechend und committen sie:

    Wir sind mit unseren Feature Implementierungen fertig und möchten diese mit anderen Entwicklern teilen. Wir haben in unserem Git Pane einen Indikator, dass wir seit dem letzten Merge einen Commit gemacht haben:

    Wir wechseln nun in den lokalen „master“ Branch und machen einen Merge mit unserem Feature Branch. Wir verbinden die zwei Datenstände miteinander und prüfen auf eventuelle Konflikte:

    Nachdem der Merge (in unserem Fall) ohne Konflikte durchgelaufen ist, checken wir die Sourcen im „master“ Branch und sehen, dass die Änderungen aus unserem Feature Branch in unserem lokalen „master“ Branch gelandet sind:

    Wir hätten unseren Feature Branch natürlich auch gleich mit dem Remote Branch zusammenführen können, aber so konnten wir schonmal sichergehen, dass es mit dem letzten „origin/master“ Branch, welche ja unserem lokalen „master“ Branch entsprochen hat, keine Konflikte gibt.

    Das bringt den anderen Entwicklern jetzt noch nichts. Wir müssen diese Änderungen auch auf den Remote Repository pushen. Aber wie wir schon im zweiten Teil unserer Blogreihe gelernt haben, müssen wir vorher checken, ob die anderen auch schon Änderungen gemacht und am Remote Repository gepusht haben.

    Ich bevorzuge an dieser Stelle einen Fetch. In der Zusammenfassung schaue ich mir auch an, ob und was andere Entwickler gemacht haben:

    Wir sehen, dass sich am Remote Repository seit unserem letzten Fetch nichts getan hat, somit können wir beruhigt pushen:

    Wenn wir jetzt in den Browser Repository wechseln, dann werden wir auch sehen, dass dort unsere Änderungen bzw. unsere Feature Entwicklung sichtbar ist:

    Was man hier noch gut sieht ist, dass nur die Deltas ausgetauscht worden sind. Die nicht geänderten Files haben noch immer den letzten Status und auch die letzte Commit Beschreibung, weil wir selbst die anderen Files, auch wenn wir am Projekt was geändert haben, nicht manipuliert haben.

    Wie funktioniert das Conflict Handling mit Git?

    In unserem Fall war das jetzt ganz einfach, da kein anderer Entwickler uns in die Quere kommen konnte. Aber wie ein Konflikt aussehen würde, haben wir hier für Sie simuliert.

    Ich habe mich umentschieden und in meiner WebIDE im Label doch einen anderen Text eingetragen:

    Diese Änderung werde ich jetzt wie gewohnt in die Staging Area bringen und mit einer entsprechenden Beschreibung einen Commit durchführen:

    Wir machen einen Fetch um zu sehen, ob andere Entwickler auch was gemacht haben:

    Da sehen wir jetzt, dass ein anderer Entwickler auch etwas geändert hat. Vorerst kein Problem, das ist ja eine ganz normale Situation, da unser Entwicklungsteam groß ist.

    Was für uns aber neu ist, ist dieser Indikator:

    Das bedeutet wir haben einen Commit seit dem letzten Merge gemacht und auch am dazugehörigen Remote Repo. hat es einen Commit seither gegeben.

    Wir machen jetzt einen Merge, um die zwei Datenstände miteinander zu vereinen und da bemerken wir, dass es Konflikte gibt:

    Wir klicken auf „Resolve Conflicts“ und landen in einem grafischen Editor für das Beheben der Konflikte:

    Hier sieht man die zwei Versionen einander gegenübergestellt und auch die Version, die nach unserer Konfliktbehebung entstehen würde.

    Mit den Buttons rechts oben könnten wir auf die Schnelle sagen, ob wir unsere Änderungen oder die Änderungen vom Remote Repo. nehmen möchten. Hinter diesem grafischen Editor steht eigentlich nichts anderes als ein Code mit bestimmten Abschnitten und Markierungen, wo Konflikte aufgetreten sind:

    Also könnte man im grafischen Editor die Konflikte lösen, aber auch im Code. Man würde hier genau diesen Abschnitt rausschmeißen, welchen man als veraltet empfindet.

    Wenn wir alle Konflikte behoben haben, dann bleibt uns nichts anderes mehr übrig, als einen Commit zu machen, je nachdem wie viel Zeit wir für die Konflikten aufgewendet haben, wieder einen Fetch mit Merge zu machen und anschließend unseren Code zu pushen.

    Bei einem Conflict Handling haben wir während dem Beheben auch nicht alle Funktionen zur Verfügung:

    Wir können lediglich einen Fetch machen und uns den aktuellen Stand holen oder die bereits gemachten Änderungen zurücksetzen.

    Nach einem Commit von unserer Fehlerbehebung sehen wir am Indikator, dass wir nun nicht einen Commit vor und auch gleichzeitig nach dem origin/master sind, sondern zwei Commits voraus. Einmal haben wir ja unser Label geändert und einmal einen Merge mit Konfliktbehebung (= erneuter Commit) gemacht.

    Zusammenfassung

    Jetzt steht uns nichts mehr im Wege! Wir haben gelernt, wie wir unsere Entwicklungen mit Git optimieren können und in diesem Bereich vor allem das Zusammenarbeiten mit anderen Entwicklern. Der nächste und letzter Teil unserer Blogreihe, nämlich ein Exkurs von Martin Koch verfasst und präsentiert, wird nächste Woche veröffentlicht.

    Git und SAPUi5
    SAPUI5 Custom Controls – Teil 1

    SAPUI5 Custom Controls – Teil 1

    Das Konzept

    In SAP UI5 ist es möglich, bestehende Controls zu erweitern, sobald die normalen Funktionalitäten eines Controls nicht mehr ausreichen. Ebenso lassen sich ganz neue Controls erstellen, um den wachsenden Anforderungsschwierigkeiten gewachsen zu sein.

    Leider weicht man jedoch dann vom Fiori-Standard ab und ist nicht mehr Guideline-Konform. Jedoch kann es trotzdem sein, dass man eine Aufgabenstellung zu bewältigen hat, die mit dem Standard nicht abzubilden ist.

    Genau hier tritt das Custom-Control-Konzept ins Spiel.

     

    Der Aufbau

    Grundsätzlich ist ein UI5 Control nichts anderes als ein Modul, das zur Laufzeit dynamisch nachgeladen wird. Ein solches Modul wird mit sap.ui.define erstellt und kann anschließend angesprochen werden.

    Des Weiteren wird ein UI5 Control immer als HTML-Element gerendered. Wie genau das aussieht, wird immer im Control-spezifischen render-Methode über den RenderManager definiert. Diese Methode wandelt das Custom Control in die HTML-Elemente um, wie es der Entwickler gerne haben möchte. So wird zum Beispiel beim Rendern einer sap.m.Table eine HTML-table mit td- und tr-Elementen in das DOM eingetragen und mit SAP-spezifischen CSS-Klassen gestyled.

    Der Aufbau von Eigenschaften eines Controls wird immer in seinen Metadaten definiert. Ein Control hat ein dementsprechendes metadata-Object, wo Properties, Events, Aggregations und Associations definiert werden. Diese können dann in der View und über den Controller angesprochen werden.

    Dies sieht wie folgt aus:

    Sobald ich die Methode extend von dem sap.ui.core.Control aufrufe, erstelle ich ein neues Control. Wenn ich das extend von einem bestehenden Control aufrufen, z.B. dem sap.m.Button, würde ich dieses erweitern.

    Nach dem ich nun ein neues Control erstellt habe, kann ich die Metadaten definieren:

     

    Properties

    Control-Properties bekommen ein Object zugewiesen, in dem ich den Datentyp zuweise und gegebenenfalls einen Default-Wert hinterlege.

    Folgende Einstellungen kann ich also vornehmen:

    • type – Default type ist string.
    • defaultValue

    Zulässige Datentypen für die type-Property sind:

    • string
    • int
    • float
    • string[]

    Ich kann auch eigene Konfigurationsproperties innerhalb meiner Property erstellen und diese dann zur Datenverarbeitung nutzen.

    Aggregations

    Aggregations werden mit 3 verschiedenen Konfigurationen erstellt:

    • type – Default type ist sap.ui.core.Control.
    • multiple – Default ist true.
    • singularName
    • visibility 

    Type gibt an, welches Control ich gerne aggrigieren möchte. Manchmal sind solche Aggregation-Controls nicht Module die von sap.ui.core.Control erben, sondern von der abstrakten Klasse sap.ui.core.Element. Sie haben daher keinen eigenen Renderer. Das Rendering von diesen Controls übernimmt das Control, das diese Elemente aggregiert. Mein Custom Control kann natürlich auch andere Custom Controls aggregieren.

    Mit multiple: true kann ich sagen, ob meine Aggregation 0 bis N Controls aggregieren kann, oder ob nur ein Control in meiner Aggregation zugelassen wird.

    Die Property singularName gibt einen String an, der für automatisch generierte Methoden eingefügt werden soll, um z.B. ein neues Item in die Items-Aggregation einzufügen.

    Per visibility-Property lege ich fest, ob meine Aggregation in der View benutzt werden kann und ob sie für den Entwickler sichtbar sein sollte. Wenn die visibility auf Verbergen sein sollte, dann muss die Value „hidden“ vergeben werden.

    Associations

    Mit Associations können Controls miteinander verknüpft werden, bzw. es kann eine Abhängigkeit erstellt werden. Das bekannteste Beispiel ist die labelFor-Property/Association vom sap.m.Label.

    Associations haben den gleichen Konfigurations-Aufbau wie Aggregations. Sie haben daher auch:

    • type
    • multiple
    • singularName
    • visibility

    Events

    Controls können Eventhandler für bestimmte HTML-Events definieren. Für jedes selbstdefinierte Event werden automasich folgende Funktionen erstellt:

    • attach<Name>
    • detach<Name>
    • fire<Name>

    Somit würde ich z.B. für mein Custom Event saveForm die Funktionen attachSaveForm, detachSaveForm und fireSaveForm automatisch generiert bekommen.

    Sobald ich ein Event erstellt habe, muss ich nur mehr den dementsprechenden HTML-Eventhandler definieren und dort die fire-Methode meines Events aufrufen. Für die Event-Handler-Implementierung erstelle ich innerhalb meines Controls eine neue Methode, die genau so heißt wie das dementsprechende HTML-Event.

    Events können auch Parameter definieren, die ich bei einem fireEvent befülle.

    myEvent: {

        parameters: { wasClicked: {type: „boolean“}}

    }

    Zusätze

    Zusätzlich zu den 4 Basis-Konfigurationen stehen noch mehr Optionen zur Verfügung.

    So kann ich

    • dnd – Drag and Drop
    • designtime – Design

    zusätzlich definieren und konfigurieren. Auch kann ich das Metadaten-Objekt um eigene Einstellungen erweitern.

     

    Coding

    Die wichtigste Methode unseres Controls ist die onInit-Methode. Diese wird beim Initialisieren unseres Controls aufgerufen und dient mir als Startmöglichkeit.

    Weitere Funktionen können ganz normal als Objekt-Methoden eingefügt werden. Hier sollte aber auf das Naming der Methoden geachtet werden, damit es keine Überschneidungen zu automatisch generierten Methoden kommt.

    Mit Hilfe der automatisch generierten Set– und Get-Methoden meiner Properties kann ich jetzt auf diese zugreifen.

     

    Render Manager

    Nachdem ich nun die Metadaten und das Coding fertig habe, muss ich das Control auch dementsprechend anzeigen.

    Hierfür dient der Render Manager in der renderer-Methode meines Controls. Mit dessen Hilfe kann ich in das DOM eingreifen und mein Control platzieren. Der Render Manager kommt in der renderer-Methode meines Controls zum Einsatz. Benutzt wird normaler HTML-Code, um unser Control in das DOM zu bringen.

    Normalerweise wird die renderer-Methode in ein eigenes File ausgelagert.

    Die wichtigsten Funktionen des RM’s sind:

    • openStart – Erstellt ein neues öffnendes Element <…
    • openEnd – Schließt das öffnende Element <…>
    • close – Schließt das Element </…>
    • write – Schreibt HTML-Code
    • writeControlData – Schreib die Conrol-ID in das DOM
    • renderControl – Ruft die renderer-Methode eines aggregierten Controls auf
    • class – Fügt eine CSS-Klasse dem HTML-Element hinzu
    • attr – Fügt dem Element ein Attribut mit Value hinzu

    Zusammenfassung

    Wir sehen, dass das Erstellen eines Custom-Controls einige Möglichkeiten beinhaltet. Wir können Properties, Aggregations, Events und Associations definieren. Zusätzlich benötigen wir noch die renderer-Methode mit dem RenderManager, um unser Control in das DOM zu bringen und anzuzeigen.

    Im nächsten Blog-Part 2 werden wir ein Beispiel-Control entwickeln und uns im Detail die Implementierung ansehen.

    Falls Fragen auftauchen, können sie gerne unten in den Kommentaren gestellt werden.  Ich freue mich auf Feedback.