SAP Training in Österreich und Deutschland

SAP Training in Österreich und Deutschland

SAP® TRAININGS der CloudDNA sind im offiziellen SAP Schulungskatalog zu finden!

Als die Anfrage kam, ob das Team der CloudDNA auch ein SAP Training über SAP Fiori, SAPUI5, SAP Cloud Platform Security und SAP Cloud Platform Integration entwickeln will, haben wir uns für sie schnellmöglich an die Ausarbeitung der Kursinhalte gemacht. Wir  haben die Anforderungen aus allen Projekten der letzten Jahren zusammengetragen, mit Kunden gesprochen und ihre Anforderungen erhoben. Ausserdem haben wir für Sie auf das Feedback in Trainings, Schulungen und Lehrgängen gehört. SAPUI5, SAP Fiori, SAP Cloud Integration und SAP Cloud Security waren dabei die wichtigsten Themen. Daraus haben wir praxisrelevante Trainings entwickelt. Unser Motto lautet „Von Experten für Experten“.  Wir haben mit unseren Trainings auch die SAP überzeugt und es damit geschafft in den offiziellen SAP Schulungskatalog aufgenommen zu werden. Die Trainings werden organisatorisch und kommerziell von SAP abgewickelt. Unser Anspruch an uns selbst lautet mit „Top Experten und aktuellen Themen“ Kunden überzeugen. Wir stellen die Trainer und aktualisieren laufend unsere Trainings. Unsere Trainer gehören zu den weltweit am besten bewerteten. Vor und nach jedem Training werden die Unterlagen aktualisiert. Unser Kurse finden in Österreich und Deutschland statt sowie aus dem online LIVE Classroom. Folgende Kurse sind für sie  daraus entstanden:

Wie buche ich mein  SAP® Training? 📘

Wenn Sie nun den einen Kurs buchen wollen, gehen Sie auf diese SAP Homepage https://training.sap.com/ wählen Österreich und Deutschland aus um die gesamte Auswahl an buchbaren Kursen zu sehen.   Es wurden typischerweise kurze SAP Kurstitel entwickelt: Für  den SAP® UI5 Kurs tippen sie HOUI5, um auf das  SAP® FIORI Training zu gelangen tippen sie HOFIO ein. Ausserdem haben wir in unseren SAP® Trainings noch die SAP® Cloud Platform Security mit dem Kürzel WCEPS im Sortiment, interessiert Sie das Thema SAP Cloud Platform Integration so tippen WDEI1 ein. Wenn Ihre Kursorte erscheinen können Sie auch über den online Live Classroom mit dabei sein. Wir haben hier für sie alle momentanen Kurse und Trainings zusammengefasst. Unser CloudDNA Team freut sich wenn Sie mit dabei sind  und macht Sie fit für ihr SAP Business.

2021 SAP® Training HOUI5

*23 Aug 2021 – 27 Aug 2021

Hands-on Foundation zur Entwicklung von SAPUI5 Applikationen

Unser Kursinhalt:

  • Um die Prinzipien von SAPUI5 zu verstehen,  erklären wir es Ihnen an einigen durchgängigen Beispiel aus der Praxis für die Praxis.
  • Sie lernen das Implementieren von SAPUI5 Applikationen.
  • Trotz der Komplexitiät von SapUI5, werden sie nach dem Kurs die Konzepte und Umsetzung von komplexen SAPUI5 Applikationen verstehen. Wir bieten 90% Hands on Training für Sie!
  • Wie können sie effizient und zielgerichtet mit der offiziellen SAPUI5 Dokumentation arbeiten?

2021 SAP® Training HOFIO

*27 September 2021 – 1 Oktober 2021

Hands-on Deep Dive zur Entwicklung von SAP Fiori Oberflächen

Unser Kursinhalt:

  • Sie möchten die Prinzipien von SAP Fiori verstehen? Wir erklären es Ihnen an einem durchgängigen Beispiel, aus der Praxis für die Praxis.
  • Nach dem Kurs können Sie SAP Fiori Oberflächen implementieren.
  • Das Verstehen und praxisnahes Anwenden der fortgeschrittenen SAP Fiori Konzepte. Wir bieten Ihnen  90% Hands-on Training
  • Sie lernen effizientes und zielgerichtetes Arbeiten, um mit der SAPUI5 Dokumentation unter Berücksichtigung der SAP Fiori Design Guidelines richtig werken zu können

2021 SAP® Training WDEI1
*30. Aug. 2021 – 3. Sept 2021

SAP Cloud Platform Integration – Eine praxisnahe Einführung in Entwicklung und Architektur

Unser Kursinhalt:

  • Wir betrachten die praxisnahen Aspekte in Cloud Integration Projekten um sie zu verstehen.
  • Unsere Inhalte sind gekennzeichnet durch hohe praktische Erfahrungen. Wie bieten für Sie auch hier ein Hands- on Training
  • Ausserdem gehört SOAP, HTTPS, REST, OData, SFTP, Mail, XI, ABAP Proxy, ESR, SAP PO natürlich auch dazu.

 2021 SAP® Training WDECPS

*23.August bis 27.August 2021

SAP® Cloud Platform Security Eine ganzheitliche Betrachtung

Unser Kursinhalt:

  • Wir betrachten gemeinsam die SAP Cloud Platform Security, nach dem Kurs werden sie alle technischen Grundlagen die wichtig sind verstehen
  • Sie werden die aktuellsten Szenarien, sowohl im Neo als auch Cloud Foundry Stack verstehen.
  • Unsere Inhalte sind für sie gekennzeichnet  und durch hohe praxisrelevante Erfahrungen besonders interessant . Wir bieten auch hier ein Hands-on Training

    F&A

    Welches SAP Fiori Training ist momentan zu buchen?

    Im Moment bieten wir Hands-on Deep Dive zur Entwicklung von SAP Fiori Oberflächen- Kurstitel HOFIO an, ausserdem Hands-on Foundation zur Entwicklung von SAPUI5 Applikationen- Kurstitel HOUI5

    Welches SAP Cloud Platform Training bietet Ihr zur Zeit an?

    SAP Cloud Platform Integration – Eine praxisnahe Einführung in Entwicklung und Architektur- Kurstitel WDEI1 ausserdem Cloud Platform Security – Eine ganzheitliche Betrachtung-Kurstitel WDECPS

    Welche Vorteile bieten SAP Trainings vom Team der CloudDNA

    Wir bieten 90% Hands on Training von Experten für Experten, aus der Praxis für die Praxis. Unsere Trainer haben selbst die kompletten Trainings ausgearbeitet und können somit alle Fragen mit Präzision beantworten

    Wir freuen uns auf die kommenden Kurse und Trainings im Sommer und Winter 2021

    Möchten Sie mehr über unsere Consulting Packages erfahren : SAP Cloud Connector Setup, SAP CPI OnBoarding, SAP Fiori Quickstart, klicken sie bitte auf den Button:

    Folgen Sie unserem Youtube Channel um keine Neuigkeiten zu verpassen. Wir veröffentlich in regelmässigen Intervallen Videos zur SAP Cloud Platform.

    SAP Trainer Zertifikat 2021 Training Kurs Consultant Clouddna beratung Deutschland Österreich und Schweiz WDECPS WDEI1 HOFIO HOUI5 Fiori Cloud platform Plattform Security Trainer

    CloudDNA Expert Talks zum SAP Cloud Connector

    Sehen Sie sich auch unsere anderen Expert Talks zum SAP Cloud Connector an:

    Grundlagen des SAP Cloud Connector

    Verlieren Sie keine Zeit - kontaktieren Sie uns jetzt

    Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Mit Fragen zum SAP Cloud Connector, zur SAP BTP, zur SAP Cloud Platform, zur SAP CPI, zur SAP Integration Suite und anderen innovativen Themen sind Sie bei uns genau an der richtigen Adresse!

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    Data Binding in SAPUI5

    Data Binding in SAPUI5

    Übersicht

    In diesem Blog werden wir uns mit Data Binding in SAP UI5, Open UI5 und Databinding in SAP Fiori Apps beschäftigen. Wir zeigen Ihnen wie einfach es klappt wenn Sie wissen was Sie tun.

    Die Inhalte werden bis ins kleinste Detail in unseren SAP Trainings behandelt. Diese Trainings laufen unter den Titeln HOUI5 und HOFIO und werden bei SAP offiziell im Schulungskatalog für Deutschland, Österreich und die Schweiz gelisteten.

    Inhalt

    In diesem Blog zeigen wir Ihnen folgende Themen: 

    • Grundlegendes zum Data Binding
    • Databinding Modi
      • One-Time-Binding
      • One-Way-Binding
      • Two-Way-Binding
    • Arten von Databindings
      • Property Binding
      • Aggregation Binding
      • Element Binding
    • Databinding Syntax
      • Binding Pfad
      • Composite Binding
      • Expression Binding
      • Metadata Binding

    Grundlegendes zum Data Binding in SAPUI5

    In SAPUI5 und OpenUI5 können Sie das Data Binding einsetzen, um Daten aus dem Model unter Verwendung von UI-Controls darzustellen. Das ermöglicht Ihnen auch das Aktualisieren und Editieren der Daten direkt im User Interface und dadurch verknüpfen Sie das User Interface mit dem Model.

    Hierfür benötigen Sie folgende zwei Dinge:

    • Ein Data Model (JSON, OData)
    • Eine Bindinginstanz

    Als Data Model verwenden Sie üblicherweise ein JSON- oder ein OData-Model. Das Modell hält die Daten vor und bietet Ihnen Methoden, um mit dem Server zu kommunizieren. Zusätzlich bietet es Ihnen Methoden, um Data Bindings programmatisch zu erstellen. Der Aufruf der Methode sorgt dafür, dass eine Binding Instanz für Sie erstellt wird. Die Instanz beinhaltet Informationen zum Binding sowie bestimmte Events. Ein spezieller Event wird getriggert, wenn sich die gebundenen Daten ändern.

    Data Binding Modi

    Durch die Enumeration „sap.ui.model.BindingMode“ werden Ihnen drei verschiedene Data Binding Modi bereitgestellt. Diese können unter Verwendung der Methode „.setDefaultBindingMode(bindingMode)“ allgemein auf ein Model angewendet werden. Optional können Sie es über das Property „oBindingInfo.mode“ auch auf einzelne Binding Instanzen angewenden.

    One-Time-Binding – sap.ui.model.BindingMode.OneTime

    Wird der BindingMode auf „OneTime“ gesetzt, werden die Daten einmalig vom Model gelesen und Sie können nicht manipuliert werden.

    One-Way-Binding – sap.ui.model.BindingMode.OneWay

    “OneWay”-Binding bedeutet, dass die Daten vom Model gelesen und an die View gebunden werden. Die Daten können in der View zwar manipuliert werden, jedoch werden die Änderungen nicht zurück ins Model übertragen. Dieser Binding Modus war für das JSON-Model lange Zeit das Standardverhalten.

    Two-Way-Binding – sap.ui.model.BindingMode.TwoWay

    Möchte Sie in der View Daten manipulieren und die Änderungen automatisch in das Model übernehmen, dann ist der Binding Mode „TwoWay“ genau das Richtige für Sie. Im Gegensatz zum One-Way-Binding werden Daten vom Model zur View und umgekehrt übertragen.

    Arten von Data Bindings in SAPUI5 und OpenUI5

    In SAPUI5 und OpenUI5 gibt es drei unterschiedliche Arten von Data Bindings. Diese werden im Folgenden näher ausführt. Im Data Binding müssen Sie immer einen Bindingpfad angeben. Dieser wird durch ‚{}‘ gekennzeichnet.

    Je nachdem, ob Sie das Default-Model oder ein Named-Model verwendet, unterscheidet sich dieser Pfad geringfügig. Bei der Verwendung eines Named-Models muss dem Namen der Property noch ein ‚modelName>‘ vorangestellt werden.

    Möchte man die Eigenschaft „FirstName“ auf die value-Eigenschaft eines Inputs binden (Property Binding), sieht das, bei der Verwendung eines Default-Models, wie folgt aus:

    Verwenden Sie hingegen ein Named-Model, muss der Eigenschaft der Modelname vorangestellt werden:

    Property Binding

    Verwenden Sie ein Property Binding, um beispielsweise Daten in einem Formular zu binden. Hierfür müssen Sie in der entsprechenden Eigenschaft (z.B.: text, value, …) einen Binding-Pfad angegeben.

    Am Propertynamen vorangestellten ‚/‘ erkenne Sie, dass es sich um einen absoluten Pfad handelt. Das bedeutet, das sich die Eigenschaft „FirstName“ auf der Root-Ebene des Default-Models befindet.

    Aggregation Binding

    Möchten Sie Listen auf ein UI-Control binden, kommt das Aggregation Binding zum Einsatz. Es wird meist in Listen und Tabellen verwendet. Dabei müssen Sie auch ein Template angegeben, welches für jedes Element in der Liste geklont wird. Innerhalb des Templates müssen Sierelative Pfade verwenden, da der Pfad des Aggregation Bindings bereits auf die entsprechende Liste verweist. Anstelle eines Templates haben Sie auch die Option eine Factory-Function anzugeben. Diese definiert, wie die einzelnen Einträge im User Interface dargestellt werden sollen.

    Default-Model

    Named-Model

    Element Binding

    Das Element Binding ermöglicht Ihnen das Binden einzelner Elemente einer Liste auf UI-Controls. Hierbei wird ein sogenannter Binding-Context erzeugt. Die Binding-Pfade müssen Sie immer relativ angeben.

    Dieses SAPUI5 Data Binding kommt überwiegend in Master-Detail Fiori Apps zum Einsatz.

    Das Element-Binding können Sie auf folgende Arten umgesetzen:

    • Aufruf der Methode bindElement im Controller
    • Verwenden einer Binding-Property des Controls

    Data Binding Syntax

    Mit einem Binding-Pfad können Sie ein UI-Control auf die Daten des Models binden. Durch das definieren eines Pfades, erstellen Sie einen Binding-Context.

    Composite Binding

    Wenn Sie einen Formatter verwendet, ist es häufig der Fall, dass mehrere Werte an den Formatter übergeben werden müssen. Diese Anforderung können Sie mit einem Composite-Binding umgesetzen. In der jeweiligen Eigenschaft (value, text, …) des UI-Control kann das parts-Array, eine Liste paths definieren.

    Expression Binding

    Mithilfe des Expression-Binding können Sie simple Prüfungen – z.B.: Vergleich von Werten – direkt in der View zur Laufzeit durchführen. Dadurch ersparen Sie sich das Implementieren von zusätzlichen Formatter-Funktionen im Controller.

    Sie können das Expression-Binding auf 2 Arten umgesetzen:

    • ‚{=expression}‘: Es wird ein One-Way-Binding verwendet. Sollten sich Werte im Model ändern, wird auch das Binding aktualisiert.
    • ‚{:=expression}‘: Es wird ein One-Time-Binding verwendet. Der Wert wird einmalig ermittelt und anschließend nicht mehr aktualisiert.

    Als expression können Sie beliebige Prüfungen implementieren. Dabei ist die Syntax ähnliche jener in Javascript, jedoch werden nicht alle JavaScript Expressions unterstützt. Innerhalb der Expression greifen Sie auf Modeldaten folgendermaßen zu: ‚${binding}‘ oder ‚%{binding}‘

    Eine Prüfung und entsprechende Anzeige verschiedener Werte sieht wie folgt aus:

    ${binding} VS %{binding}

    Verwenden Sie ‚${binding}‘ wird der Wert automatisch in den Typ der Eigenschaft des Controls konvertiert. Im Falle des Visible-Properties eines sap.m.Input Controls wäre dies der Typ ‚boolean‘. Nicht immer ist diese Konvertierung erwünscht, daher können Sie diese mit ‚%{binding}‘ umgehen. ‚%{binding}‘ ist eine Kurzform für ‚${path: ´binding´, targetType: ´any´}‘. Den targetType können Sie durch alle Typen, die sap.ui.model.odata.type bietet ersetzt werden.

    Metadata Binding

    Möchten Sie die Metadata-Eigenschaften wie sap:label, sap:createable, sap:updatable, … in der View abfragen, können Sie dies mit einem Metadata-Binding erreichen.

    Auch hier können Sie zwei Ansätze verwenden.

    Absolute Bindings

    Absolute Bindings sehen folgendermaßen aus:

    /#EntityName/PropertyName/@Attribut

    Relative Bindings

    Relative Bindings sehen so aus:

                /EntitySetName/PropertyName/#@Attribut

    Best-Practice Beispiel zum Data Binding in SAPUI5 mit OData-Model und Two-Way-Binding

    Abschließend noch ein kurzes Best-Practice Beispiel, in dem mithilfe eines OData-Models und Two-Way-Binding ein Update auf die Details eines Employees geschickt wird.

    Hier werden folgende Methoden verwendet:

    • hasPendingChanges: Zum Abfragen, ob es Änderungen gibt
    • submitChanges: Mit ‚Save‘ werden die Änderungen ans Backend geschickt
    • resetChanges: Mit ‚Discard‘ werden die Änderungen verworfen

    View:

    Controller:

    Git im SAP-Umfeld Teil 3 | Git Repository | Konflikte lösen

    Git im SAP-Umfeld Teil 3 | Git Repository | Konflikte lösen

    Git im SAP-Umfeld Teil 3 | Git Repository | Konflikte lösen

    Lernen Sie wie GIT Repositories angelegt und in der SAP WebIDE verwendet werden. Sehen Sie auch wie Konflikte gelöst werden können.

    In dieser Blogreihe werden wir uns mit dem Thema Git beschäftigen und damit, warum das Arbeiten mit Git oder mit einem ähnlichen Tool für Entwickler fast schon unumgänglich ist.

    Die folgenden Informationen werden auch, jedoch um einiges ausführlicher, in unseren offiziell bei der SAP im Schulungskatalog gelisteten Kursen HOUI5, HOFIO und WDECPS behandelt.

    Besuchen Sie unsere SAP Standard Trainings

    Wir haben mit dem HOUI5 und dem HOFIO zwei 5-Tage-Trainings auf höchstem Niveau erstellt! Lernen Sie von uns die professionelle SAPUI5 und SAP Fiori Entwicklung!

    Inhalt

    Auf folgende Themen werden wir in unserer Blogereihe eingehen:

    • Einführung in die Welt von Git
    • Begrifflichkeiten und die wichtigsten Funktionen
    • SAPUI5-Entwicklung mit Hilfe von Git
      • Exkurs: LDAP-Anbindung und Git-Server-Anbindung an die SAP Cloud Platform

    Zielsetzung

    Unser Ziel ist es, dass man nach unserer Blogreihe die unten stehende Grafik interpretieren und mit Git die SAPUI5-Entwicklung optimieren kann.

    Wichtig

    Seitdem GitHub die Namenskonventionen umgestellt hat, heißt der Strang, der automatisch angelegt wird, nicht mehr „master“ bzw. „origin/master“, sondern „main“ und „origin/main“. Da die SAP WebIDE diese Änderung noch nicht erkennt, muss man das entweder in der WebIDE mitgeben oder in GitHub übersteuern.

    Part 3 – Inhaltsverzeichnis

    1. Repository anlegen (GitHub und SCP)
    2. Git Pane in der WebIDE + die wichtigsten Funktionen
    3. Conflict Handling

    Über den Autor

    Daniel Krancz

    Daniel Krancz

    SAP-Consultant / Software-Developer

    Ich bin SAP-Berater und -Entwickler im SAPUI5/Fiori- und OData-Umfeld. Seit 2019 bin ich offiziell als externer Trainer bei SAP gelistet und halte Kurse (UX, S4, …) über SAP-Webentwicklungen und Cloud-Implementierungen im In- und Ausland. Seit 2021 bin ich SAP Press Autor beim Rheinwerk Verlag im Bereich SAP Mobile.

    Einen letzten Punkt haben wir noch in unserer dreiteiligen Blogreihe, nämlich die Verwendung von Git bei SAPUI5-Entwicklungen.

    SAPUI5-Entwicklung

    Ein jeder SAPUI5-Entwickler wird wahrscheinlich diesen Hinweis beim Importieren von bereits bestehenden SAPUI5-Apps aus dem ABAP-Repository schon mal gesehen haben:

    Auch wenn man sonst noch nie was von Git gehört hat, wird man spätestens an dieser Stelle merken, dass es fast unabdingbar mit Git die Sourcen zu verwalten.

    Aber wenn es um Git geht, stellt die SAP nicht nur diesen Hinweis zur Verfügung, sondern auch einen in die WebIDE integrierten Git Pane zur Verfügung.

    Wie lege ich ein Git Repository an?

    Für unser Beispiel werden wir zwei Git Repositories anlegen, nämlich einmal in GitHub und in der SAP Cloud Platform. Unser Beispielprojekt ist nachher nur mit dem GitHub Repository verknüpft. Im Lizenzmodell für die WebIDE sind auch die Git Repositories in der SAP Cloud Platform inkludiert.

    GitHub

    In GitHub können wir private Repositories anlegen, aber auch Repositories in Organisationen, in denen ich eingeladen worden bin.

    Man hat zurzeit zwei Varianten an Repositories:

    Public Repositories

    • für alle zugänglich, die den Link zur Repository haben
    • jeder kann clonen
    • Schreibrechte kann man einschränken (Push-Requests)

    Private Repositories

    • nur für Sie oder für die Organisation sichtbar (siehe Owner)
    • Innerhalb Ihrer Org. kann man eigene Teams verwalten, die je nach Rolle Lese- und Schreibrechte haben

    Zusätzlich sollte man noch einen README-File anlegen lassen, welche als Startseite für den Repository dient und dem User grundlegende Informationen vom Repo. anzeigen soll.

    Es besteht auch die Möglichkeit, bestimmte Files und Filetypen ignorieren und bekannte Lizenzmodelle hinzufügen zu lassen. (.gitignore)

    Nach dem Klick auf „Create repository“ wird man auch gleich in den Repository Browser geleitet:

    Auf alle einzelnen Möglichkeiten möchte ich hier nicht detailliert eingehen, weil diese Informationen eh schon überall im Internet zu finden sind.

    Kurz zusammengefasst:

    • man kann Lese- und Schreibrechte an bestimmte Personen und Teams vergeben
    • Commits und Pull-Requests verfolgen
    • Auswertungen ansehen
    • in den Einstellungen von Security bis Benachrichtigungen alles einstellen

    Was für uns in Zukunft jetzt wichtig ist, ist der Repository URL. Bei einem Clone müssen wir diese URL angeben, denn diese ist der Zeiger zu unserem Repository:

    https://github.com/clouddnagmbh/blogrepo

    SAP Cloud Platform

    Im Subaccount in der SCP (SAP Cloud Platform) hat man links im Menü die Möglichkeit Repositorys zu verwalten. Wenn Sie diesen Menüpunkt nicht sehen, dann fehlen Ihnen wahrscheinlich die nötigen Berechtigungen.

    Mit dem „New Repository“-Button können wir gleich einen Repository anlegen. Hier ist natürlich wichtig zu wissen, dass die Authentifizierung über die SCP erfolgt.

    Nachdem wir einen Namen und Beschreibung vergeben haben, können wir noch bestimmen, dass unser Repository mit einem initialen leeren Commit angelegt werden soll.

    Wenn wir die Details zu unserer Repository anschauen, dann können wir ein paar Informationen ablesen und direkt auch einige Funktionen ausführen.

    Es besteht die Möglichkeit, wieder den Namen zu editieren, unserem Repository nur Leserechte zu geben, den Garbage Collector zu starten, aber auch unser Repository direkt in die WebIDE clonen zu lassen.

    Zwei wichtige Links sieht man auch gleich, nämlich einen mit dem Zeiger auf unseren Repository (wichtig, wenn man clonen möchte) und einen für den Repository Browser (nichts anderes als ein Explorer).

    Was für uns in Zukunft jetzt wichtig ist, ist der Repository URL. Bei einem Clone müssen wir diese URL angeben, denn diese ist der Zeiger zu unserem Repository:

    https://git.eu2.hana.ondemand.com/<subaccount>/blogrepo

    Entwicklung

    In unserer WebIDE können wir an mehreren Stellen einen Git Repository clonen. Anbei eine Möglichkeit:

    Alle Varianten würden im Endeffekt zu diesem Wizard führen:

    Hier müssen wir unsere Repository URL einfügen. Zusätzlich könnte man eine Konfiguration für Gerrit, ein Review-System von Google, hinzufügen.

    Nach einer erfolgreichen Authentifizierung und Clone sehen wir die geclonte Applikation in unserem Workspace:

    Jedoch bringt uns das in unserem Fall noch nichts, weil unser Repository leer ist. Wir haben ja im zweiten Teil unserer Blogreihe gelernt, dass ein Entwickler der Erste sein muss, der quasi eine Rahmenapplikation deployed.

    Also lösche ich vorerst das geclonte Projekt, lege eine neue SAPUI5-App an und mit Rechtsklick auf das Projekt lege ich ein neues lokales Git Repository an:

    In einem Popup kann man den Benutzernamen und die Mailadresse hinterlegen, welche bei den Commits als Author eingetragen wird:

    Der Hinweis, dass das nicht mehr geändert werden kann, stimmt hier nicht ganz. Über Project -> Project Settings -> Git Repository kann das ganze geändert werden.

    Nach dem ich das lokale Git Repository angelegt habe, bekomme ich auch gleich die Information, dass ich einen Remote Repository anbinden soll:

    Das machen wir auch gleich und tragen unseren bereits erstellen Remote Repository ein:

    Da das Ganze im Grunde genommen nichts anderes ist, als das Zusammenführen von Local und Remote Repository, wird zuerst noch ein Fetch gemacht.

    Wir öffnen direkt den integrierten Git Pane:

    Wir können hier in einer grafischen Oberfläche verschiedene Funktionen ausführen:

    1. Wie wir im zweiten Teil unserer Blogreihe kennengelernt haben, könnte man hier auf die verschiedensten Funktionen (Fetch, Merge, Pull, …) zugreifen.
    2. Man sieht auf einem Blick um welchen Local Repository es sich handelt und man könnte neue Local Branches erstellen und zwischen diesen wechseln.
    3. Eine Liste der Änderungen seit dem letzten Commit.
    4. Alle Änderungen, die sich im Staging Area befinden, werden auch beim nächsten Commit mitgenommen. Also wenn ich Änderungen habe, die ich noch nicht veröffentlichen will, dann werde ich diese aus der Staging Area rausnehmen und somit beim nächsten Commit nicht mit den anderen teilen.
    5. Jeder Commit erfordert eine Beschreibung, wie zum Beispiel eine kurze Zusammenfassung meiner Änderungen.
    6. Die Möglichkeit für Commit und Push findet man ganz unten.

    Symbole in der WebIDE

    Initial Commit and Push

    Wir haben einen Rahmenprojekt angelegt und sind der erste, der das Projekt auf den Remote Repository pusht:

    Nach einem erfolgreichen Push-Request können wir die Sourcen am Repository Browser ansehen:

    Nehmen wir jetzt an, dass wir diese Applikation nicht erstellt haben. Dann müssten wir genau an dieser Stelle einen Clone in unsere WebIDE vollziehen:

    Bei einem Clone erhält unser Projekt in der WebIDE den Namen vom Remote Repository. Gleich daneben steht auch, auf welchem lokalen Branch wir gerade arbeiten:

    Wie erstelle ich einen Local Branch im Git?

    Im Git Pane haben wir die Möglichkeit zu unserem standardmäßig erstellen „master“ Branch weitere Local Branches zu erstellen.

    Man wählt die Quelle aus (kann auch ein Remote Branch sein) und benennt den zu erstellenden lokalen Branch (in unserem Fall „featureA“):

    Nach dem Erstellen befinden wir uns auch schon direkt in dem Feature Branch. Man kann mithilfe des Drop-Downs auch wieder wechseln.

    In unserem Feature Branch machen wir ein paar Änderungen, legen neue Views an und fügen ein Label in die View ein. Wir beschreiben die Änderungen dementsprechend und committen sie:

    Wir sind mit unseren Feature Implementierungen fertig und möchten diese mit anderen Entwicklern teilen. Wir haben in unserem Git Pane einen Indikator, dass wir seit dem letzten Merge einen Commit gemacht haben:

    Wir wechseln nun in den lokalen „master“ Branch und machen einen Merge mit unserem Feature Branch. Wir verbinden die zwei Datenstände miteinander und prüfen auf eventuelle Konflikte:

    Nachdem der Merge (in unserem Fall) ohne Konflikte durchgelaufen ist, checken wir die Sourcen im „master“ Branch und sehen, dass die Änderungen aus unserem Feature Branch in unserem lokalen „master“ Branch gelandet sind:

    Wir hätten unseren Feature Branch natürlich auch gleich mit dem Remote Branch zusammenführen können, aber so konnten wir schonmal sichergehen, dass es mit dem letzten „origin/master“ Branch, welche ja unserem lokalen „master“ Branch entsprochen hat, keine Konflikte gibt.

    Das bringt den anderen Entwicklern jetzt noch nichts. Wir müssen diese Änderungen auch auf den Remote Repository pushen. Aber wie wir schon im zweiten Teil unserer Blogreihe gelernt haben, müssen wir vorher checken, ob die anderen auch schon Änderungen gemacht und am Remote Repository gepusht haben.

    Ich bevorzuge an dieser Stelle einen Fetch. In der Zusammenfassung schaue ich mir auch an, ob und was andere Entwickler gemacht haben:

    Wir sehen, dass sich am Remote Repository seit unserem letzten Fetch nichts getan hat, somit können wir beruhigt pushen:

    Wenn wir jetzt in den Browser Repository wechseln, dann werden wir auch sehen, dass dort unsere Änderungen bzw. unsere Feature Entwicklung sichtbar ist:

    Was man hier noch gut sieht ist, dass nur die Deltas ausgetauscht worden sind. Die nicht geänderten Files haben noch immer den letzten Status und auch die letzte Commit Beschreibung, weil wir selbst die anderen Files, auch wenn wir am Projekt was geändert haben, nicht manipuliert haben.

    Wie funktioniert das Conflict Handling mit Git?

    In unserem Fall war das jetzt ganz einfach, da kein anderer Entwickler uns in die Quere kommen konnte. Aber wie ein Konflikt aussehen würde, haben wir hier für Sie simuliert.

    Ich habe mich umentschieden und in meiner WebIDE im Label doch einen anderen Text eingetragen:

    Diese Änderung werde ich jetzt wie gewohnt in die Staging Area bringen und mit einer entsprechenden Beschreibung einen Commit durchführen:

    Wir machen einen Fetch um zu sehen, ob andere Entwickler auch was gemacht haben:

    Da sehen wir jetzt, dass ein anderer Entwickler auch etwas geändert hat. Vorerst kein Problem, das ist ja eine ganz normale Situation, da unser Entwicklungsteam groß ist.

    Was für uns aber neu ist, ist dieser Indikator:

    Das bedeutet wir haben einen Commit seit dem letzten Merge gemacht und auch am dazugehörigen Remote Repo. hat es einen Commit seither gegeben.

    Wir machen jetzt einen Merge, um die zwei Datenstände miteinander zu vereinen und da bemerken wir, dass es Konflikte gibt:

    Wir klicken auf „Resolve Conflicts“ und landen in einem grafischen Editor für das Beheben der Konflikte:

    Hier sieht man die zwei Versionen einander gegenübergestellt und auch die Version, die nach unserer Konfliktbehebung entstehen würde.

    Mit den Buttons rechts oben könnten wir auf die Schnelle sagen, ob wir unsere Änderungen oder die Änderungen vom Remote Repo. nehmen möchten. Hinter diesem grafischen Editor steht eigentlich nichts anderes als ein Code mit bestimmten Abschnitten und Markierungen, wo Konflikte aufgetreten sind:

    Also könnte man im grafischen Editor die Konflikte lösen, aber auch im Code. Man würde hier genau diesen Abschnitt rausschmeißen, welchen man als veraltet empfindet.

    Wenn wir alle Konflikte behoben haben, dann bleibt uns nichts anderes mehr übrig, als einen Commit zu machen, je nachdem wie viel Zeit wir für die Konflikten aufgewendet haben, wieder einen Fetch mit Merge zu machen und anschließend unseren Code zu pushen.

    Bei einem Conflict Handling haben wir während dem Beheben auch nicht alle Funktionen zur Verfügung:

    Wir können lediglich einen Fetch machen und uns den aktuellen Stand holen oder die bereits gemachten Änderungen zurücksetzen.

    Nach einem Commit von unserer Fehlerbehebung sehen wir am Indikator, dass wir nun nicht einen Commit vor und auch gleichzeitig nach dem origin/master sind, sondern zwei Commits voraus. Einmal haben wir ja unser Label geändert und einmal einen Merge mit Konfliktbehebung (= erneuter Commit) gemacht.

    Zusammenfassung

    Jetzt steht uns nichts mehr im Wege! Wir haben gelernt, wie wir unsere Entwicklungen mit Git optimieren können und in diesem Bereich vor allem das Zusammenarbeiten mit anderen Entwicklern. Der nächste und letzter Teil unserer Blogreihe, nämlich ein Exkurs von Martin Koch verfasst und präsentiert, wird nächste Woche veröffentlicht.

    Git und SAPUi5
    Git im SAP-Umfeld Teil 2 | Arbeiten mit Git | Österreich

    Git im SAP-Umfeld Teil 2 | Arbeiten mit Git | Österreich

    In dieser Blogreihe werden wir uns mit dem Thema Git beschäftigen und damit, warum das Arbeiten mit Git oder mit einem ähnlichen Tool für Entwickler fast schon unumgänglich ist.

    Die folgenden Informationen werden auch, jedoch um einiges ausführlicher, in unseren – offiziell bei der SAP im Schulungskatalog gelisteten – Kursen HOUI5, HOFIO und WDECPS behandelt.

    Inhalt

    Auf folgende Themen werden wir in unserer Blogereihe eingehen:

    • Einführung in die Welt von Git
    • Begrifflichkeiten und die wichtigsten Funktionen
    • SAPUI5-Entwicklung mit Hilfe von Git
      • Exkurs: LDAP-Anbindung und Git-Server-Anbindung an die SAP Cloud Platform

    Zielsetzung

    Unser Ziel ist es, dass man nach unserer Blogreihe die unten stehende Grafik interpretieren und mit Git die SAPUI5-Entwicklung optimieren kann.

    Wichtig

    Seitdem GitHub die Namenskonventionen umgestellt hat, heißt der Strang, der automatisch angelegt wird, nicht mehr „master“ bzw. „origin/master“, sondern „main“ und „origin/main“. Da die SAP WebIDE diese Änderung noch nicht erkennt, muss man das entweder in der WebIDE mitgeben oder in GitHub übersteuern.

    Part 2 – Inhaltsverzeichnis

    Begrifflichkeiten:

    1. Repository
    2. Branch
    3. Commit
    4. Staging Area

    Funktionen:

    1. Push
    2. Clone
    3. Fetch
    4. Merge
    5. Pull
    6. Best practice
    7. Rebase
    8. Reset (Hard Reset & Mixed Reset)

    Über den Autor

    Daniel Krancz

    Daniel Krancz

    SAP-Consultant / Software-Developer

    Ich bin SAP-Berater und -Entwickler im SAPUI5/Fiori- und OData-Umfeld. Seit 2019 bin ich offiziell als externer Trainer bei SAP gelistet und halte Kurse (UX, S4, …) über SAP-Webentwicklungen und Cloud-Implementierungen im In- und Ausland. Seit 2021 bin ich SAP Press Autor beim Rheinwerk Verlag im Bereich SAP Mobile.

    Begrifflichkeiten

    Anbei erklären wir die wichtigsten Begrifflichkeiten und gängigsten Funktionen im Git-Umfeld.

    Repository

    Ein Repository kann mit einem einfachen Verzeichnis verglichen werden, in welchem weitere Verzeichnisse und Dateien abgelegt werden können. Ein Repository beinhaltet normalerweise ein Projekt bzw. ein Programm.

    Es gibt eine Unterscheidung zwischen einem Remote (am Server oder in der Cloud) und einem Local (in der IDE) Repository.

    Branch

    Ein Repository beinhaltet mindestens einen Entwicklungsstrang, kann aber auch in mehrere Entwicklungsstränge unterteilt werden. Diese Stränge nennt man Branches.

    Branches benutzt man entweder um Systemlandschaften (z.B. DEV, QAS und PRD) oder Feature-Entwicklungen (z.B. eine neue Funktionalität für Kunden) abzubilden. Die Unterteilung in den Landschaften ist üblicherweise am Remote Repository vertreten.

    Je nachdem wo die Branches liegen, redet man von Remote und Local Branches.

    Wenn man ein Remote Repository erstellt, so wird automatisch auch der erste Branch mit dem Namen „origin/master“ angelegt. Bei einem Local Repository heißt der erste Branch nur „master“.

    Commit

    Einen Commit kann man mit einem Snapshot, sprich mit einer Momentaufnahme, vergleichen. Diese Momentaufnahme beinhaltet die gesamten Änderungen seit dem letzten Commit. Diese Commits werden mit bestimmten Daten (Description, ID, Author, Timestamp, …) versehen und abgespeichert.

    Ein Commit ist somit die kleinste „Einheit“ im Git-Umfeld.

    Staging Area

    In der Staging Area befinden sich alle Files, die seit dem letzten Commit editiert wurden. Das heißt, die Staging Area ist ein Ort für das Zwischenspeichern der Änderungen. Zusätzlich kann man auswählen, welche Änderungen aus der Staging Area man beim nächsten Commit mitnehmen möchte.

    So könnte man X Änderungen aus der Staging Area auf Y Commits aufteilen und so einen sauberen Entwicklungsstrang abbilden.

    Welche Funktionen gibt es in Git?

    Anbei gehen wir auf die gängigsten Funktionen ein, mit der man Repositories und Branches manipulieren kann. Wir werden uns nur die wichtigsten anschauen (Push, Fetch, Merge, Pull, Clone, Rebase), aber es gibt noch um einiges mehr (Cherry-Pick, Stashing, …).

    Push

    Wenn man in der IDE entwickelt und irgendwann einen Stand hat, den man mit anderen Entwicklern teilen möchte, dann muss man den letzten Commit mit einem Push in das Remote Repository bringen.

    Da das Remote Repository am Anfang leer ist, kann der erste Entwickler, der z.B. das Rahmenprojekt aufgesetzt hat, seine Entwicklungen ohne Rücksicht pushen:

    Später sollte vor jedem Push gecheckt werden, ob sich am Remote Repository etwas geändert hat. Wie das funktioniert, erfahren Sie weiter unten.

    Clone

    Es kann nur einen ersten bzw. initialen Push geben. Wenn also sich am Remote Repository bereits Daten befinden, dann muss ich das Ganze in meine lokale Umgebung bekommen.

    Das funktioniert mit einem Clone:

    Fetch

    Mit einem Fetch kann ich die Änderungen, die seit meinem letzten Fetch gemacht wurden, in die lokale Umgebung laden. Einfacher ausgedrückt: Wir schauen nach, ob andere Entwickler was Neues gemacht haben.

    Merge

    Nur nachschauen, ob andere Entwickler etwas gemacht haben, reicht noch nicht ganz aus. Wir müssen die Datenstände zusammenführen und diesen Vorgang nennt man Merge.

    Wir haben vorhin, als wir über Branches geredet haben, etwas verschwiegen. Die Namen für Branches sind nichts anderes wie Pointer bzw. Zeiger. Ein Zeiger auf den aktuellen Commit, sprich auf den letzten Snapshot.

    Was bei einem Merge technisch passiert ist ganz einfach: Der Zeiger von meinem altem Commit, wird auf den neuen Commit gesetzt, welchen wir uns mit einem Fetch geladen haben. Dabei wird geschaut, ob sich Änderungen überschneiden. Wenn sich Änderungen überschneiden, gibt es Konflikte.

    Auf Konflikte wird man immer hingewiesen und der Entwickler, der die Zusammenführung macht, kann entscheiden, welche Code-Passagen die Aktuellen sind. Ein Merge wird in einem eigenen Commit protokolliert.

    Pull

    Man sieht jetzt schon, dass man Fetch und Merge oft brauchen wird. Das haben sich auch die Entwickler von Git gedacht und deswegen die Funktion Pull ins Leben gerufen.

    Pull führt zuerst einen Fetch und dann automatisch einen Merge aus:

    Best practice

    Einmalig:

    • Clone or Initial Commit and Push
      • wenn ich der erste bin = Push
      • App vom Remote Repository clonen

    Wiederkehrend:

    1. Fetch: schauen ob sich was getan hat
    2. Merge: den Zeiger auf die aktuelle Version verschieben und die Datenstände zusammenführen (auf eventuelle Konflikte reagieren)
    3. Push: die aktuelle Version mit anderen Entwicklern teilen
    1. Pull: schauen ob sich was getan hat, den Zeiger auf die aktuelle Version verschieben und die Datenstände zusammenführen (auf eventuelle Konflikte reagieren)
    2. Push: die aktuelle Version mit anderen Entwicklern teilen

    Wir kennen jetzt viele Begriffe und kennen auch schon die wichtigsten Funktionalitäten. Jetzt gehen wir nochmal auf die Branches ein und bringen all das Wissen mit, was wir gelernt haben.

    Wir haben gesagt, dass auch am Remote Repository Branches erstellt werden können (z.B. P,Q,D), aber auch am Local Repository (z.B. Features).

    Gehen wir von folgendem Beispiel aus: Es existiert bereits ein Repository und da wir jetzt auch im Entwicklerteam sind, können wir vom Remote Repository vom Entwicklungsbranch die aktuellen Stände clonen.

    Wir machen sicherheitshalber einen Local Feature Branch wo wir einige Entwicklungen und auch Commits machen. Nach einigen Entwicklungstagen sind wir fertig und mergen lokal unsere Features mit dem lokalen Master.

    Bevor wir unsere Änderungen mit anderen teilen können, müssen wir checken, ob andere Entwickler auch zwischenzeitlich gepusht haben und führen einen Fetch und danach Merge bzw. einen Pull aus.

    Nachdem wir uns mit einigen Konflikten beschäftigen durften, können wir nun endlich unsere Änderungen pushen und mit anderen Entwicklern teilen.

    Unser Administrator nimmt nach eigenem Ermessen die Datenstände und macht einen Merge zwischen D und Q und signalisiert somit dem Testteam, dass sie testen können.

    Wenn die Tests abgeschlossen sind, dann kann der Administrator zwischen Q und P einen Merge durchführen. Der P-Branch wird dann entweder exportiert oder der Administrator deployed ihn direkt auf das Kundensystem und der Kunde hat nun eine neue Version der Applikation.

    Rebase

    Wenn wir uns die obenstehende Grafik genauer anschauen, dann werden wir erkennen, dass durch einen Merge immer ein „unnötiger“ Commit entsteht.

    Durch Rebase können wir auch dieses – oft von Entwicklern empfundene – Designproblem lösen und einen sauberen Entwicklungsstrang ohne „Merge-Commits“ aufbauen.

    Nehmen wir an, wir haben lokal einen Feature Branch gemacht. Dort haben wir fleißig entwickelt und möchten jetzt unsere Änderungen wieder auf den Master Branch bekommen:

    Wenn wir jetzt ein Rebase von unserem Feature auf den Master Branch machen, dann schauen unsere Commits wie folgt aus:

    Nichtsdestotrotz müssen wir an dieser Stelle noch einen Merge machen, da passiert aber wiederum nichts anderes, als das der Zeiger von dem alten Commit auf den neuesten Commit bewegt wird, jedoch mit dem Unterschied, dass wir an dieser Stelle keinen zusätzlichen Commit für das Mergen erzeugen:

    Jetzt schaut unser Master Branch sauber aus, wir haben einen sauberen Entwicklungsstrang und ein Außenstehender würde meinen, dass wir keinen Feature Branch – sprich keinen weiteren Branch – für die Entwicklung verwendet haben.

    Rebase mit Konflikten

    Wenn es zu einem Konflikt kommt, so wird das nicht, wie bei einem Merge, in einem extra Commit verpackt, sondern die zwei Commits, die von den Änderungen betroffen sind, werden entweder fusioniert oder einer von den beiden Commits gewinnt. Entscheidungsträger ist hier wiederum der Entwickler, der gerade einen Rebase vornimmt.

     

    Was ist ein Git Reset? 

    Viele „Git-Neulinge“ verwechseln Reset mit Rebase. Oft glaubt man, dass Rebase irgendetwas mit dem Zurücksetzen der Änderungen zu tun hat, was aber nicht stimmt.

    Mit Reset hat man zwei Möglichkeiten um das Zurücksetzen der Daten bzw. den Änderungen bis zu einem, in der Vergangenheit liegenden, bestimmten Commit zu erreichen:

     

    Welche Arten von Git Reset gibt es?

    Hard Reset

    Gehen wir davon aus, dass wir einen Feature Branch eröffnet haben und dem Feature, welches ein Change Request vom Kunden war, eine Absage erteilt wird. Wir wissen schon, dass wir an einem weiteren Feature arbeiten werden, welches aber nichts mit unserem bisherigen Feature Entwicklungen zu tun hat.

    In diesem Fall werden wir einen Hard Reset machen. Die bisherigen Entwicklungen am Feature Branch werden verworfen und der Feature Branch wird mit dem ausgewählten Branch, in unserem Fall dem Master Branch, gemerged um wieder auf dem gleichen Datenstand zu sein:

    Mixed Reset

    Bei einem Mixed Reset schaut das ganze fast gleich aus, mit dem Unterschied, dass wir nicht alles verwerfen, sondern einige Änderungen, die sich in der Staging Area befinden, mitgenommen werden können.

    Zusammenfassung

    Nachdem wir jetzt einiges über Git wissen und auch schon die wichtigsten Begrifflichkeiten und Funktionalitäten kennengelernt haben, können wir uns im dritten Teil unserer Blogreihe anschauen, wie man Git effizient bei der Entwicklung mit der SAP WebIDE einsetzt.

    Wie funktioniert Git im SAP-Umfeld – Teil 1/3

    Wie funktioniert Git im SAP-Umfeld – Teil 1/3

    Einführung in die Welt von Git

    Herzlich willkommen bei unserem mehrteiligen CloudDNA SAP GIT Tutorial zeigt Ihnen warum das Arbeiten mit GIT für Ihre Entwickler (fast)  unumgänglich ist. SAP und GIT galt lange Zeit als Widerspruch. Doch die Zeiten ändern sich und damit auch die Anforderungen und potentielle Lösungen. Mit GIT setzten Sie definitv auf das richtige Pferd.

    Die folgenden Informationen werden auch, jedoch um einiges ausführlicher, in unseren offiziell bei der SAP im Schulungskatalog gelisteten Kursen HOUI5, HOFIO und WDECPS behandelt.

     

    Inhalt CloudDNA SAP GIT Tutorial Serie

    Wir zeigen Ihnen in unserem CloudDNA SAP GIT Tutorial folgende Inhalte:

    • 1. Teil: Einführung in die Welt von Git
    • 2. Teil: Begrifflichkeiten und die wichtigsten Funktionen
    • 3. Teil: SAPUI5-Entwicklung mit Hilfe von Git
      • Exkurs: LDAP-Anbindung und Git-Server-Anbindung an die SAP Cloud Platform

    Zielsetzung

    Unser Ziel ist es, dass Sie nach unseren Tutorials die unten stehende Grafik interpretieren und mit GIT Ihre SAPUI5, SAP Fiori und ABAP-Entwicklungen optimieren können.

    GIT Branching

    Wichtig

    Seitdem GitHub die Namenskonventionen umgestellt hat, heißt der Strang, der automatisch angelegt wird, nicht mehr „master“ bzw. „origin/master“, sondern „main“ und „origin/main“. Da die SAP WebIDE diese Änderung noch nicht erkennt, muss man das entweder in der WebIDE mitgeben oder in GitHub übersteuern.

    Das CloudDNA GIT Tutorial als Einführung in die GIT-Welt

    Zuerst einmal müssen wir grundlegenden Informationen einholen und uns mit einigen W-Fragen beschäftigen.

    Was ist Git ?

    Kurz zusammengefasst ist Git eine Software für die verteilte Verwaltung von Dateien und die damit verbunden Aktionen. Durch Versionierungen kann man Änderungen verfolgen und nachvollziehen.

    Wo verwende ich Git?

    Mittlerweile gibt es verschiedene Plattformen und damit auch Anbieter für Git-Software. Zu den bekanntesten zählen GitHub (Microsoft) oder Bitbucket (Atlassian).

    Abhängig von den Complianceanforderungen ihres Unternehmens ergeben sich unterschiedliche Nutzungsmodelle. Man kann sich entweder bei diesen Anbietern in der Cloud platzieren, aber es besteht auch die Möglichkeit, Git auf einem eigenen Server zu installieren. Hierbei muss man beachten, dass man alle Vorteile einer Cloud-Lösung verliert. Man ist selber für Backups, Updates usw. verantwortlich.

    In unseren Beispielen werden wir uns mit GitHub und einem lokalen Git-Server auseinandersetzen.

    Warum Git?

    Viele Entwickler kennen das Problem, wenn man gemeinsam an einem Projekt oder gar in einem Projekt am selben File arbeiten möchte, welche sich am Server befinden. Jetzt muss man sich einerseits mit den verschiedenen Versionen und/oder mit Konflikten auseinandersetzen.

    GIT nimmt Ihnen all diese Probleme ab und hilft Ihnen mit einfachen Funktionen, Änderungen mit anderen Entwicklern zu teilen. GIT verwaltet Ihre Sourcen und erkennt auch gleichzeitig Konflikte, damit Sie keine Änderungen von anderen Entwicklern überschreiben.

    Womit kann ich Git kombinieren?

    Mit Build Pipelines kann man sicherstellen, dass die Versionen unserer Programme am Git immer ausführbar und getestet sind. Git kann man mit verschiedensten Programmen kombinieren, um Continuous Integration und Delivery (Jenkins) zu erzielen. Man kann die Verbindung von einzelnen Programmversionen im Git mit unseren Entwicklungspaketen und User Storys im SCRUM-Umfeld (Jira) herstellen.

    Das waren nur einige Beispiele von dem, was alles an Kombinationen und Möglichkeiten mit Git möglich sind.

    Zusammenfassung CloudDNA SAP GIT Tutorial (Teil 1)

    In diesem ersten Teil des CloudDNA GIT Tutorial haben wir Ihnen die grundlegenden Informationen gezeigt. Sie wissen nun, was GIT darstellt und warum Sie GIT verwenden sollten. Durch einen kurzen Einblick in die Kombinationsmöglichkeiten wissen Sie auch, wie umfangreich das Thema rund um Git werden kann.

    Im zweiten Teil der CloudDNA GIT Tutorial zeigen wir Ihnen die wichtigsten Begrifflichkeiten und Funktionen im Git-Umfeld. Damit kommen Sie dem gemeinsamen Ziel, die oben stehende Grafik interpretieren zu können und im Anschluss GIT auch im SAP-Umfeld verwenden zu können, ein großes Stück näher.

    Git und SAPUi5

    Über den Autor

    Daniel Krancz

    Daniel Krancz

    SAP-Consultant / Software-Developer

    Ich bin SAP-Berater und -Entwickler im SAPUI5/Fiori- und OData-Umfeld. Seit 2019 bin ich offiziell als externer Trainer bei SAP gelistet und halte Kurse (UX, S4, …) über SAP-Webentwicklungen und Cloud-Implementierungen im In- und Ausland. Seit 2021 bin ich SAP Press Autor beim Rheinwerk Verlag im Bereich SAP Mobile.